„Ein toller Abend mit Freunden“

Niedersachsens „buntestes“ Festival in Voitze: Heute steigt „Fill the Void“

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Bunt sind zurzeit nur die Plakate vor dem Festival-Gelände in Voitze, das ändert sich in den nächsten Tagen.

Voitze – Die Gemeinde Tülau mausert sich zum kulturellen Brennpunkt: Erst kürzlich kamen rund 1.500 Besucher zum 1. Trecker-Treck des Pulling Teams Tülau, nun steht mit dem „Fill the Void“ am heutigen Samstag, dem „buntesten Festival Niedersachsens“, das nächste Highlight an.

Alle 250 Karten dafür sind längst ausverkauft.

Auch wenn die Aussprache des Spielortes manchem noch Probleme bereitet, freuen sich doch alle der zwölf Bands, die die Besucher auf das Grundstück der Familie Werner locken, auf den Abend. So sind etwa die Headliner Blassfuchs glücklich, die Menge bespielen zu dürfen. „Voller Vorfreude“, ist Gitarrist Nikolai Schirrmeister. Mit seinen Bandkollegen sowie „schönen Trapbeats mit sphärischen Gitarren und wundervollen Soundscapes“ will er eine „wundervolle Liveshow“ bieten.

Auch die Punch Drunk Poets haben nach eigenen Aussagen „komplett Bock“ auf das Festival, das die Band „Intrigen“ als „große Familienfeier“ bezeichnet. So freut sich auch Lokalmatador Cosmo Thunder „auf einen tollen Tag mit Freunden“. Er kenne die Gegend und wisse, dass „nicht so viel geht bis auf Schützenfeste“. Umso besser, dass er seinen Akustik-Emo-Punk nun auf einem ausverkauften Festival spielen kann.

Viele der Künstler, die auftreten, kennen sich privat. So mancher hat schon öfter in Voitze gespielt. Im ehemaligen Haus von Robin Werners Großeltern hat der einen Proberaum für seine Band „Letters Sent Home“ eingerichtet. Das Haus wurde schnell zur Partylocation. Nun soll die mit dem Festival ausgeweitet und nach außen getragen werden. Mittels Crowdfunding wurde das Projekt von einem 15-köpfigen Team aus dem Boden gestampft. Alle Karten wurden verkauft, auch große Sponsoren gefunden. So kamen innerhalb kurzer Zeit über 6.600 Euro zusammen. Damit hat das Veranstaltungsteam so viel positives Feedback erhalten, dass es auch ein Fill the Void 2020 geben wird.

Besonders freute die Veranstalter, dass auch die Gemeinde und die Nachbarn mit an Bord sind. Ohne diese Unterstützung sei die Umsetzung nicht denkbar gewesen. Nun will man den Besuchern auch einiges bieten, damit sie gerne wieder nach Voitze kommen.

Noch ist das Festival-Gelände nicht wirklich als solches zu erkennen. Die knallbunten Plakate weisen den Eingang aus, dahinter sind schon Bauzäune zu sehen. Bis Samstagabend soll einiges an Technik und alles drumherum aufgebaut werden. Noch ist also viel zu tun, doch die vielen Helfer packen eifrig an, um die großen Erwartungen zu erfüllen.

VON DENNIS TESCH

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