Nur nichts überstürzen

An der Rühener Realschule könnte die Oberschule in Betrieb gehen. Die Planungen laufen, allerdings müssen noch viele Fragen beantwortet werden. Foto: Archiv

Brome. Die Meinung der Eltern und Lehrer ist allen Beteiligten wichtig. Bevor die Planungen zur Oberschule in der Samtgemeinde Brome konkreter werden, sollen einige Vorkehrungen getroffen werden. Der Schulausschuss der Samtgemeinde hat bei seiner Sitzung am Donnerstagabend im Bromer Rathaus die Einrichtung einer Oberschule für 2012 empfohlen, legte aber Bedingungen für das weitere Vorgehen fest. Deshalb wurde die Beschlussvorlage ergänzt.

Die neue Schulform soll, so der Wille der Verwaltung, an der Haupt- und Realschule Rühen nur eingerichtet werden, wenn die Schüler dort auch das Abitur machen können. „Eine Oberschule ohne gymnasialen Zweig macht aus meiner Sicht keinen Sinn“, sagte Samtgemeindebürgermeister Jürgen Bammel. Er merkte zudem an, dass diese Schule im „Ganztagsbetrieb“ laufen soll und dann eine „kleine IGS“ sei. Astrid Leibach (Bündnis 90/Die Grünen) und Rita Lange (SPD) planen anders.

Laut Leibach könnte die Schule „erstmal ohne gymnasialen Zweig“ laufen, den „kann man später immer noch draufsatteln“. Lange hält die Oberstufe „erstmal für sinnlos“. Einig waren sich alle im Ausschuss, dass für die weiteren Planungen die Eltern und Lehrer befragt werden sollen. „Wir wollen warten, was die Eltern sagen“, so Helmut Werthmann (CDU). Die können ihre Meinung in einer Umfrage kund tun. Dabei soll etwa abgefragt werden, ob die Oberschule überhaupt erwünscht ist und ob mit oder ohne gymnasialen Zweig.

Für Lange kommt das zu spät. „Die Elternbefragung hätte viel eher stattfinden müssen.“ Nicht zuletzt sollen die Schulelternräte, die Gesamtkonferenzen und die Schulvorstände zur neuen Schulform Stellung beziehen. Das wird aber erst nach den Sommerferien möglich sein. Samtgemeindebürgermeister Bammel fügte hinzu, dass „keine Elternbefragung ohne Informationen“ erfolgen soll. Um beide Punkte wurde die Beschlussvorlage ergänzt, die die Mehrheit der Stimmen im Ausschuss erhielt.

Eile will er keine bei der Einführung der Schule. „Wir sollten in dieses Thema keinen Zeitdruck bringen“, so der Samtgemeindechef. Soll die Schule in 2012 ihren Betrieb aufnehmen, müsste ein entsprechender Antrag bis zum 31. Oktober an die Landesschulbehörde gestellt werden. Sind die Planungen bis dahin noch nicht spruchreif, würde die Samtgemeinde den Schulstart „schieben“. „Wenn wir das machen, müssen wir voll dahinter stehen“, stellte Bammel zu den Oberschul-Planungen klar. Erstmal gilt es für die Samtgemeinde, das „Stimmungsbild“ zu interpretieren.

Von Benjamin Post

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