Kathleen Bruch ist Ponyfuchs und Ortrud Marold-Vahldiek ist Großpferdefuchs

Nicht schneller als der Engel

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Pastor Andreas Salefsky hielt nicht nur eine Andacht, sondern gab den Teilnehmern humorvolle Mahnungen mit auf die Strecke.

Wiswedel. „Reiten Sie bitte nicht schneller, als ihr Schutzengel fliegen kann!“ Das gab Pastor Andreas Salefsky den 23 Reitern und ihren Pferden am Schluss seiner Andacht mit auf den Weg über Stock und Stein durch Wiesen und Felder.

Der Reitverein Altendorf und Umgebung hatte am Sonnabend zur Fuchsjagd eingeladen. Dazu gehört nach altem Brauch der Segen eines Geistlichen ebenso wie der Bügeltrunk, den Bürgermeister Gerhard Borchert reichte.

Zum guten Brauch einer Fuchsjagd gehört der Bügeltrunk, den Bürgermeister Gerhard Borchert reichte.

Die Jagdhorngruppe hatte mit dem Signal „Sammeln der Jäger“ und der waidgerechten musikalischen Begrüßung nicht nur für die nötige Stimmung an diesem Herbsttag in der Wiswedeler Gemarkung gesorgt, die Bläser hatten auch das eine oder andere Pferd mit ihren durchaus harmonischen Klängen zum Tänzeln gebracht oder gar zum Schnauben und Scheuen. Doch als Borchert mit Flasche und Gläsern die Reihe abschritt, war bereits wieder Ruhe eingekehrt.

Etliche Zuschauer auf Trecker Anhängern verfolgten die spannende Jagd.

Auf drei Trecker-Anhängern hatte eine beachtliche Zahl an Zuschauern Platz gefunden, und ein ganzer Konvoi von Autos begleitete das Feld, das hinter den amtierenden Füchsen Freya Klopp und Laura Turo sowie dem als Master agierenden Vereinsvorsitzenden Jörn Masch mehr und mehr Fahrt aufnahm, und sich den ersten Hindernissen näherte. Es war eine verwegene Jagd über feste Hürden, doch wer sich nicht daran wagte, der ritt einfach vorbei.

Nach einer guten Stunde war der erste Teil beendet, und die Teilnehmer versammelten sich im Hof Klopp unter den Eichen zur Vesper, Danach ertönte erneut das Jagdleitsignal „Aufbruch zur Jagd“, und wieder bewiesen die Reiter und Amazonen, dass sie im Sattel eine ausgezeichnete Figur machten. Pastor Salefsky hatte in seinen Grüßen noch zitiert: „Das größte Glück der Pferde, das ist der Reiter auf der Erde.“ Doch blieben nennenswerte Zwischenfälle bis zum „Halali“ in Wiswedel aus, und die Besatzung des begleitenden Krankenwagens brauchte nicht einzugreifen.

Im Gasthaus Glupe in Tülau fand dann der Abschluss der Fuchsjagd statt, als die neuen Füchse geehrt wurden: Für ein Jahr dürfen sich jetzt Kathleen Bruch als Ponyfuchs und Ortrud Marold-Vahldiek als Großpferdfuchs mit diesem Titel schmücken, den sie in einem anspruchsvollen und fairen Wettstreit errungen haben.

Von Horst Michalzik

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