Diskussion im Bromer Samtgemeinderat über Mittel für Ersatz eines TSF-W / Viele alte Fahrzeuge

„Nicht gleich morgen bestellen“

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Anstatt für zwei werden nun Mittel in Höhe von 120 000 Euro für ein neues TSF-W im Haushalt bereitgestellt – allerdings mit einem Sperrvermerk versehen. 

Brome. Geplante Neuanschaffungen für die Feuerwehr der Samtgemeinde sorgten im Bromer Samtgemeinderat für ordentlich Zündstoff.

Dass die Ortsfeuerwehren Brome und Ehra-Lessien für etwa 10 000 Euro mit einem hydraulischen Schneidgerät ausgestattet werden ging genauso glatt über die Bühne wie die Umrüstung der Atemschutzgeräte auf Trägerplatten/Pressluftatmer für 34 000 Euro.

Ganz und gar nicht einverstanden zeigten sich die Sozialdemokraten mit der Ersatzbeschaffung von zwei Tragkraftspritzenfahrzeugen (TSF-W) für 220 000 Euro. „Wo sollen die beiden Fahrzeuge eingesetzt werden? Wir haben darauf keine Antwort bekommen. Soll das genauso passieren wie in Parsau, dass erst ein Fahrzeug angeschafft wird und dann ein neues Feuerwehrhaus gebaut werden muss?“, wollte Fred Marhenke (SPD) wissen. „Wir müssen jetzt einen Haushalt aufstellen. Eine solche Ersatzbeschaffung zieht sich einfach und Ersatzteile für die alten Fahrzeuge gibt es nicht mehr“, erklärte Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann (CDU). Ideen, wo die Fahrzeuge stehen könnten, gebe es mehrere. Und in Parsau sei die Anschaffung beschlossen worden, nachdem feststand, dass das Feuerwehrhaus gebaut wird.

Peter Albrecht (SPD) forderte erstmal die Brandschutzkonzeption. Marhenke ergänzte, dass man über das Konzept bereits seit vier Jahren spreche: „Liegt das Konzept vor, steht es außer Frage, die beiden Fahrzeuge zu streichen.“ Heino Meyer (CDU) sagte dazu: „Wir haben den Antrag gestellt, nur ein TSF-W anzuschaffen. So werden die Anforderungen gewahrt.“ Dem entgegnete Karl-Peter Ludwig (SPD), dass vor vier Jahren der Beschluss gefasst wurde, solange nicht in die Feuerwehren zu investieren, bis das Konzept vorliege. Man wolle ja investieren, das diene schließlich der Sicherheit – aber: „Bleibt die Frage, wo das Fahrzeug hin soll – oder kaufen wir auf Vorrat?“ Peckmann informierte, dass in Eischott, Kaiserwinkel und Zicherie Ersatzbeschaffungen anstünden. „Außerdem“, so Peckmann, „besteht die Möglichkeit eines Sperrvermerkes. Dann geht die Entscheidung noch einmal durch den Rat.“

„Wir wollen doch nicht morgen schon ein neues Fahrzeug bestellen. Wenn wir aber kein Geld im Haushalt bereitstellen, sind wir handlungsunfähig, sollte plötzlich ein Fahrzeug kaputt gehen. Liegt im Sommer ein Konzept vor, kann ich mit dem Sperrvermerk leben“, zeigte Albrechts Kooperationsbereitschaft. Also werden 120 000 Euro für ein neues TSF-W mit Sperrvermerk und 60 000 Euro für ein LF 20 KatS im Haushalt bereitgestellt. Ebenfalls mit einem Sperrvermerk versehen wird die Anschaffung einer Wärmebildkamera. Die Brandschutzkonzeption, so Peckmann, soll im ersten Quartal vorgestellt werden.

Von Carola Hussak

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