Gemeinderat erläutert Eckdaten der Fläche im nördlichen Bereich / 49 Grundstücke sollen ausgewiesen werden

Neues Baugebiet wird in Ehra erschlossen

Hinter diesem Lärmschutzwall aus Erde soll das neue Baugebiet erschlossen werden. Der Rat hat die entsprechende Auftragsvergabe jetzt beschlossen. Fotos: Michalzik

Ehra. Einen wichtigen Schritt auf dem Weg zum Bebauungsplanverfahren und weiter zum Satzungsbeschluss für das Baugebiet „Hinter den Höfen III“ hat der Rat der Gemeinde Ehra-Lessien am Mittwoch im Landhotel Heidekrug getan:

Bei einer Stimmenthaltung beschloss er die Auftragsvergabe zur Planung der Erschließung für das gesamte Baugebiet.

Insgesamt 49 Plätze sollen in dem neuen Baugebiet in Ehra ausgewiesen werden.

Nils Funke vom gleichnamigen Planungsbüro hatte zuvor anhand einer Skizze die Eckdaten erläutert. So ist vorgesehen, das Gebiet im nördlichen Bereich an die jetzige B 248 anzubinden. Das setzt indes voraus, dass im Zuge des Baus der A 39 die jetzige B 248 als Bundesstraße entwidmet wird. Der Vorteil besteht nach den Worten von Funke darin, dass die Fläche dann nicht nur über den einen Zugang von der Molkereistraße verfüge. Der neue Zugang könnte durch einen Einschnitt in den vorhandenen provisorischen Lärmschutzwall geschehen. Angesetzt werden, erläuterte der Planer, Regelgrößen von 800 Quadratmetern für die Grundstücke bei einer Mindestgröße von 750 Quadratmetern. Die künftigen Bauherren könnten so eine Fläche von 200 Quadratmetern für ihre Häuser nutzen.

Die Planung sehe eine Vollgeschossbebauung für Einzel- oder auch Doppelhäuser vor. Eine Firsthöhe von neun Metern erlaube aber auch eine zweigeschossige Bebauung, zumal die Dachneigung zwischen 25 und 50 Grad großzügig geregelt werden solle. Man wolle lediglich Flachdächer vermeiden, die nicht recht in das Bild passen.

Der Abstand von der Straße zu den Gebäuden soll mindestens drei Meter betragen. Auf der zu bebauenden Fläche von 20 Metern Tiefe seien Winkelbungalow oder Terrasse bequem unterzubringen.

Eine einheitliche Flucht zur Straße werde es allerdings nicht geben, das sei kaum machbar, betonte Funke. Die angrenzende Verkehrsfläche werde 6,50 Meter betragen. Zudem sollen in den Eckbereichen der Erschließungsstraßen Stellflächen eingerichtet werden.

Ein Geschosswohnungsbau komme nicht in Frage. Sowohl für Einzelhäuser als auch für Doppelhäuser werde die Anzahl der Wohnungen auf jeweils zwei begrenzt. Das ermögliche Einliegerwohnungen dann aber nicht mehr.

Fünf Prozent des Baugrundstückes seien mit Sträuchern oder Bäumen zu bepflanzen. Insgesamt sollen auf der Fläche, die derzeit ein stillgelegter Acker ist, 49 Grundstücke ausgewiesen werden.

In acht bis zwölf Wochen, meinte der stellvertretende Bürgermeister Peter Albrecht, hätten die Mitglieder des Gemeinderates erneut die Möglichkeit, sich über den Stand der Planungen umfassend zu informieren und noch ein letztes Mal einzugreifen, bevor es dann in die öffentliche Auslegung für die Bürger, die Träger öffentlicher Belange sowie der Behörden geht.

Von Horst Michalzik

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare