Auslegung des Bebauungsplans ist beschlossen

Nach über sieben Jahren: Baugebiet in Hoitlingen kommt

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So könnte sich das Baugebiet „Am Sportplatz“ in Hoitlingen bald präsentieren: 40 Parzellen zwischen 600 und 800 Quadratmetern, ein Entwässerungsbecken im Süden. Der Fußweg im Südwesten wird noch diskutiert.

Tiddische/Hoitlingen – „Ich bin sehr froh, dass es nun weiter geht“, sagte Tiddisches Bürgermeister Wieland Bartels am späten Dienstagabend.

Nach langer und mühsamer Diskussion hatte der Gemeinderat die Auslegung des Bebauungsplans für das Baugebiet „Am Sportplatz“ in Hoitlingen bei einer Enthaltung beschlossen.

„Da hoffen wir mal, dass das Sprichwort ‘Gut Ding will Weile haben’ auch zutrifft“, sagte Bartels weiter. Seit über sieben Jahren beschäftigt sich die Gemeinde Tiddische mit diesem Baugebiet in einem eher zähen Prozess. Vor zweieinhalb Jahren wurde ein fast neuer Rat gewählt, der sich erstmal wieder in das Thema einarbeiten musste. Zudem verstarb aber der zuständige Planer, sodass das Projekt wieder in Verzug geriet. „Daher ist es endlich an der Zeit, das zu beschließen“, freute sich Bartels eingangs, „damit die vielen Interessenten bald bauen können.“

Trotz der „ausgiebigen Gespräche“, die der Rat laut Bartels vorab geführt hatte, gab es aber noch einigen Diskussionsbedarf bei einzelnen Ratsmitgliedern. So hatte Heiko Lehn diverse Einwände gegen den ebenfalls zu beschließenden Erschließungsvertrag. Die konnten jedoch vom Bürgermeister und seinem Stellvertreter Daniel Krause zumindest in den Augen der anderen Ratsmitglieder ausgeräumt werden.

Länger diskutiert wurde über eine mögliche Erhöhung der Auszahlungen pro Quadratmeter verkauftes Bauland an die Gemeinde. Bartels wandte ein, man wirke „unseriös, wenn man jede getroffene Einigung dann doch wieder verhandeln will“. Auch könnte dies zu einer Preissteigerung führen, die „sicher nicht im Sinne der Bauwilligen“ sei. Der Erschließungsvertrag wurde mit einer Enthaltung beschlossen.

Für die 40 Parzellen im Baugebiet „Am Sportplatz“ mit rund 600 bis 800 Quadratmetern gebe es bereits viele Anfragen. „60 bis 70 Prozent davon kommen von Einheimischen“, berichtete Bartels. Architekt Carsten Meier stellte den Anwesenden den Plan vor. Demnach dürfen die Parzellen maximal zweigeschossig und mit zwei Wohnungen bebaut werden.

Diskutiert wurde hier ausführlich über Parkmöglichkeiten am Friedhof im Norden des Baugebietes, einem Fußweg am Südende sowie die Entwässerung. „Es handelt sich um eine Angebotsplanung“, entgegnete Meier den Einwänden. „Sie müssen das nicht so machen.“ Bartels versicherte, dass der Wasserverband erst Ende März den bestehenden Kanal sowie das Becken im Süden des Baugebietes für ausreichend erachte. Die Fläche für den Fußweg halte man erst einmal vor.

VON DENNIS TESCH

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