Café-Eröffnung belebt Bromer Ortsmitte wieder / Sanierung nach einem Jahr abgeschlossen

Das Mühlenrad dreht sich wieder

Regina Remrans und ihr Ehemann Alexander haben vor einem Jahr das Gebäude inklusive Mühlencafé gekauft. Nach Rennovierungsarbeiten konnte das Café Mitte September wieder eröffnet werden. Fotos: Hussak
+
Regina Remrans und ihr Ehemann Alexander haben vor einem Jahr das Gebäude inklusive Mühlencafé gekauft. Nach Rennovierungsarbeiten konnte das Café Mitte September wieder eröffnet werden. Fotos: Hussak

Brome. Brome ist dem Vorhaben, die Ortsmitte attraktiver und lebendiger zu gestalten nun wieder einen Schritt näher gerückt. Mitte September hat Regina Remrans die Türen des Mühlencafés wieder geöffnet.

Vor gut einem Jahr haben sie und ihr Ehemann Alexander Remrans den Gebäudekomplex an der Mühlenstraße 6 in Brome gekauft. Davor stand der Bromer Treffpunkt gut zwei Jahre leer.

Zu umfangreich und vermutlich auch zu teuer war den vorherigen Pächtern die Sanierung des Kellers. Dort machte sich Feuchtigkeit breit und ließ den unteren Teil des Cafés mehr als unattraktiv erscheinen. Der Anblick blieb den Gästen seinerzeit nicht erspart, wollten sie im Kellergeschoss die Toiletten benutzen. „Gut ein Jahr haben die Arbeiten gedauert, um das Problem mit der Feuchtigkeit zu beheben“, erklärt Regina Remrans im Gespräch mit dem IK. Eigentlich, so hatte es das Ehepaar geplant, sollte das Café im Frühjahr eröffnet werden, aber die Arbeiten, deren Kosten Remrans komplett alleine getragen haben, gestalteten sich schwieriger als geplant. Der Putz musste im Innenbereich komplett abgeschlagen und Außen eine Drainage gelegt werden. Und ausgemistet wurde. Bis auf die Terrasse, so die Café-Betreiberin, sei alles erneuert worden. „Das meiste hat mein Mann selbst gemacht, er kennt sich in handwerklichen Sachen gut aus“, berichtet Remrans nicht ohne Stolz. Der Keller ist jetzt trocken. „Wir wollen dort neue Fliesen verlegen, die Balken und auch die Wände noch einmal streichen“, erklärt Remrans die nächsten Schritte.

Die Bromer scheinen auf jedenfall froh zu sein, dass das Mühlencafé wieder geöffnet hat. Und auch die Remrans sind glücklich, dass das Café so gut angenommen wird. Derzeit bietet Regina Remrans wochentags ein Frühstücksbüfett an. Dass das Café von 9 bis 13 Uhr geöffnet hat, kommt der zweifachen Mutter sehr gelegen. Vormittags sind ihre dreijährige Tochter Melissa und ihr zweijähriger Sohn Maxim im Kindergarten und sollten nachmittags Reservierungen vorliegen, kümmert sich ihr Ehemann um die Kinder. „Da die Kinder noch so klein sind, ist es momentan für mich einfach nicht möglich, das Angebot auszuweiten“, sagt die 32-Jährige. Daher sei es praktisch, dass die Familie auch im Gebäude eine Wohnung bezogen hat – so könne sie auch Kinder und Beruf unter einen Hut bringen. Zwar kann sich die gelernte Restaurantfachfrau vorstellen, auch ein Mittagsangebot vorzuhalten, aber erstmal möchte sie es langsam angehen lassen.

Auf das Wohngebäude samt Café ist das Ehepaar eher zufällig gestoßen. „Wir haben in Rühen gewohnt. Unser Haus wurde aber zu klein und wir wollten verkaufen und neu bauen. So haben wir nach Alternativen gesucht“, sagt die Neu-Bromerin. Dann wurde das Ehepaar auf den Verkauf des Gebäudes aufmerksam. Für Regina Remrans kam nur ein Kauf des Cafés und der Wohnungen als Paket infrage. Und so sind nun beide Seiten zufrieden: das Ehepaar und die Gemeinde, die lange nach einem Käufer gesucht hat. Zwar habe es immer mal wieder einen Interessenten gegeben, zu einem Vertragsabschluss ist es aber erst im vergangenen Jahr gekommen. Und nun gibt es wieder einen großen, neuen Treffpunkt in Brome.

Von Carola Hussak

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare