Keine Finanzierung des Hobbys

Mosels Appell an Fraktionen: „Feuerwehr-Anschaffungen dienen Bevölkerungsschutz“

Auch in der Corona-Zeit hatten die Feuerwehrmänner und -frauen in der Samtgemeinde Brome viele Einsätze. Bei der Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung waren sie etwa vor Ort. Das nahm Gemeindebrandmeister Frank Mosel beim jüngsten Feuerschutzausschuss zum Anlass, auf die Notwendigkeit einer funktionstüchtigen Feuerwehr hinzuweisen.
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Auch in der Corona-Zeit hatten die Feuerwehrmänner und -frauen in der Samtgemeinde Brome viele Einsätze. Bei der Eichenprozessionsspinner-Bekämpfung waren sie etwa vor Ort. Das nahm Gemeindebrandmeister Frank Mosel beim jüngsten Feuerschutzausschuss zum Anlass, auf die Notwendigkeit einer funktionstüchtigen Feuerwehr hinzuweisen.

Brome – Die Freiwilligen Feuerwehren in der Samtgemeinde Brome leisten einen entscheidenden Beitrag für die Bevölkerungssicherung. Auch in der Corona-Zeit sind die Brandschützer zu Einsätzen gefahren und haben technische Hilfeleistungen angeboten.

Gemeindebrandmeister Frank Mosel hat die jüngste Sitzung des Feuerschutzausschusses der Samtgemeinde genutzt, um einen Einblick in die derzeitige Feuerwehrarbeit unter den besonderen Herausforderungen zu bieten. Und er hat an die Fraktionen der verschiedenen Gremien appelliert.

Frank Mosel, Gemeindebrandmeister.

„Die Corona-Zeit hat alles ein bisschen beruhigt, aber natürlich hat uns vor allem der Großeinsatz bei Bromes Gasthaus noch lange bewegt“, erklärte Mosel. Als die Einsatzkräfte Mitte Januar zum Großbrand an der Perle an der Ohre ausrückten und das Feuer mitten in der Nacht durchzündete (das IK berichtete), war es auch für die über 100 Feuerwehrmänner und -frauen eine Extremsituation. Viele Helfer kamen aus der Samtgemeinde, aber auch darüber hinaus hatten zahlreiche Feuerwehrleute versucht, die Ausbreitung des Feuers zu verhindern. Das Gebäude brannte in der Nacht noch komplett aus, die Einsatzkräfte mussten auch nach dem regulären Einsatz Nachlöscharbeiten leisten. „Das war auch für uns ein großer Kraftakt.“

Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann schloss sich diesen Worten an. „Feuerwehrmänner und -frauen finden bei schweren Einsätzen, sei es bei Autounfällen oder Großbränden, eine belastende Situation vor.“ Diese Seite dürfe man bei der Ausübung des Ehrenamts nicht vergessen, verdeutlichte sie. „Aber auch in der Corona-Zeit waren und sind wir dank des großen Einsatzes der Männer und Frauen gut aufgestellt.“ Auch bei der Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners habe die Samtgemeinde auf die Feuerwehrleute zählen können.

In dem Zusammenhang appellierte der Gemeindebrandmeister auch an die Ausschussmitglieder. „Wenn es um Diskussionen bei Neuanschaffungen für die Freiwillige Feuerwehr geht, dann möchte ich noch mal eins betonen: Diese sollen nicht getätigt werden, um Einzelnen ihr Hobby zu finanzieren. Es geht bei allen Finanzierungen um die Sicherheit der Bevölkerung, für die wir notwendige Ausrüstungen und Fahrzeuge benötigen.“ In der Vergangenheit schwappten bereits in politischen Sitzungen Einzelmeinungen hoch, die an der nötigen Ausstattung und den teils hohen Ausgaben für die Feuerwehren zweifelten. Erst bei der jüngsten Sitzung des Samtgemeinderates hatte es aus dem Rund der Mitglieder kritische Stimmen zum Feuerwehrbedarfsplan gegeben, der eine Modernisierung aller Feuerwehrstandorte vorsieht. „Das richtet sich an alle Fraktionen“, gab Mosel den Ausschussmitgliedern mit auf den Weg. VON HILKE BENTES

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