Neues Angebot für Senioren und Familien kann ab sofort genutzt werden

Mitfahrerbank in Parsau und Rühen

Am Montag wurde vor dem Sparkassengebäude in Parsau erstmal eine provisorische Bank aufgestellt. Wenn die neue Bushaltestelle fertig ist, dann wird dort vor der „Alten Schule“ die Originalbank fest installiert. Bürgermeisterin Kerstin Keil (r.) ist gespannt, wie die Aktion angenommen wird. Foto: Hussak
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Am Montag wurde vor dem Sparkassengebäude in Parsau erstmal eine provisorische Bank aufgestellt. Wenn die neue Bushaltestelle fertig ist, dann wird dort vor der „Alten Schule“ die Originalbank fest installiert. Bürgermeisterin Kerstin Keil (r.) ist gespannt, wie die Aktion angenommen wird.
  • Carola Hussak
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Parsau. So idyllisch das Leben auf dem Land ist, so einsam kann es werden, wenn man es ohne Auto bestreiten muss. Für Senioren, aber auch für Familien, die sich kein Auto leisten können, wird selbst ein Einkauf im Nachbardorf zur logistischen Herausforderung.

Sie sind angewiesen auf Freunde, Verwandte und Nachbarn oder auf den öffentlichen Nahverkehr.

Für diese Leute hat die Gemeinde Parsau zusammen mit der Gemeinde Rühen gestern nun eine Mitfahrerbank aufgestellt. „Diese Idee ist in einem Ort in der Eifel entstanden“, sagt Parsaus Bürgermeisterin Kerstin Keil. Das Prinzip ist einfach: Wer gern nach Rühen möchte, nimmt auf der Bank Platz. Fährt ein Autofahrer just in diese Richtung, kann er den Wartenden mitnehmen. In der Gemeinde Parsau ist übergangsweise eine Bank an der Sparkassenfiliale aufgestellt, bis die neue Bushaltestelle gebaut wird. Die grüne Mitfahrerbank wird dann im Bereich der Bushaltestelle an der „Alten Schule“ in Fahrtrichtung Rühen aufgestellt. Neben der Bank ist ein Schild angebracht, damit die Autofahrer diese gut als Mitfahrerbank erkennen. Für die entgegengesetzte Fahrtrichtung ist in Rühen Richtung Parsau auch eine Mitfahrerbank aufgestellt. Diese befindet sich gegenüber vom Friedhof, Ecke Försterweg.

Die Mitfahrerbank ist ein Treffpunkt für spontane Fahrgemeinschaften. Im Unterschied zum Trampen setzt das Konzept auf das enge soziale Geflecht des ländlichen Raums. Wer nicht mit einem Fremden fahren möchte, der wartet einfach, bis ein bekanntes Gesicht anhält. Zusätzlich wurden Aufkleber gefertigt, die jeder bereitwillige Fahrer im Gemeindebüro kostenlos abholen kann. Durch das Anbringen der Aufkleber am Auto ist für jeden ersichtlich, dass der Fahrer ein „Mitnehmer“ ist.

Das Mitnehmen und Mitfahren ist für Personen ab 18 Jahren gedacht. Die Benutzung der Mitnahmebank beziehungsweise das Mitfahren erfolgt auf eigene Gefahr. Die „Mitfahrer“ sind bei dem jeweiligen „Mitnehmer“ automatisch über die Kfz-Haftpflicht versichert. Die Mitfahrerbank kann ab sofort genutzt werden. Die Autofahrer, die „Mitnehmer“ sein möchten, können die Autoaufkleber im Gemeindebüro kostenlos abholen.

Von Carola Hussak

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