Größter Investitionsbrocken ist Bau des Gerätehauses in Parsau / Info-Bedarf vor Boots-Anschaffung

1,3 Millionen für die Feuerwehr der Samtgemeinde Brome

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Auf Empfehlung des Feuerschutzausschusses werden 60 000 Euro für ein neues Löschgruppenfahrzeug fällig.

Brome. In der Samtgemeinde Brome haben die Haushaltsberatungen begonnen. Mit Blick auf die Finanzen der Samtgemeinde wird kein Ausschuss darum herumkommen, den Rotstift anzusetzen. Den Anfang machte Dienstagabend der Feuerschutzausschuss der Samtgemeinde.

Lobende Worte gab es vorab von Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann: „Die Feuerwehr um Gemeindebrandmeister Frank Mosel hat gut vorgearbeitet. Die Ortsbrandmeister haben ihre Wünsche geäußert. Im nächsten Schritt wurde ausgewertet, wo Einsparungen möglich sind.“ Nachdem auch die Ausschussmitglieder den Rotstift angesetzt hatten, belaufen sich die empfohlenen Investitionen auf rund 1,3 Millionen Euro.

Gekürzt wurde beispielsweise beim Ansatz für die Planungskosten für den Neubau des Gerätehauses in Brechtorf. Anstatt der 350 000 Euro sollen nun 50 000 Euro eingestellt werden. Peckmann erläuterte, dass unter anderem noch naturschutzrechtliche Fragen geklärt werden müssen und erst im Herbst mit der F-Planung begonnen werden kann – wenn alles gut laufe. Erst im Frühjahr kann der B-Plan auf den Weg gebracht werden.

Die Ansätze für die Anschaffung von Rückflussverhinderern (20 000 Euro) und der Kauf eines Bootes mit Anhänger (6000 Euro) wurden mit einem Sperrvermerk versehen. Grund sind noch Klärungsbedarf und konkrete Informationen. Bei der Löschwasserentnahme können beim Fehlen geeigneter Sicherungseinrichtungen in Folge von rückfließendem Wasser Verunreinigungen bei der Trinkwasserqualität verursacht werden.

Die Kommunen sollen die Feuerwehren mit Rückflussverhinderern ausstatten. Genaue Fragen und Maßnahmen in Bezug auf die Rohrnetzverhältnisse zum Schutz von Trinkwasser sollen mit dem Wasserverband Vorsfelde geklärt werden. Nach Aussage des Landkreises soll eine zentrale Prüfung der Standrohre kreisweit vorgenommen werden. Eine schriftliche Bestätigung des Kreises muss abgewartet werden.

Klärungsbedarf gibt es zudem in Sachen Bootsanschaffung. Ein wachsendes Aufkommen von Feuerwehreinsätzen auf dem Mittellandkanal, um Menschen- oder Tierleben zu retten, macht es aus Feuerwehrsicht notwendig, den Feuerwehren der Samtgemeinde Brome ein Boot inklusive Anhänger zur Verfügung zu stellen. Diese Notwendigkeit unterstrich Wilfried Sievers (Grüne): „Der Mittellandkanal wird immer mehr frequentiert. Ich habe schon jetzt Angst vor Himmelfahrt. Es müssen Schutzmaßnahmen ergriffen werden.“ Wojciech Soltysik (SPD) gab zu Bedenken, dass ein Boot mit 15 PS nicht ausreichen wird und sich dann die Frage stelle, wer das Boot fahren darf. Hinzu kämen Sicherheitsanzüge. „Es wird nicht bei den 6000 Euro bleiben“, war er überzeugt. Dem pflichtete Mosel bei: „Es wird Folgekosten geben. Noch ist nicht absehbar, in welcher Höhe.“

An größeren Investitionen ist folgendes geplant:

60 000 Euro für die Anschaffung eines Löschgruppenfahrzeugs Katastrophenschutz, 30 000 Euro Schutzkleidung der Atemschutzgeräteträger, 230 000 Euro zuzüglich 633 000 aus Vorjahren für den Neubau des Gerätehauses in Parsau, 35 000 Euro für den Parkplatz am Feuerwehrhaus in Bergfeld. Durch die Dorferneuerung gibt es einen Zuschuss in Höhe von 25 000 Euro.

Von Carola Hussak

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