Abschluss der Naturschutz-Großprojekte in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt endet mit Feier

5,9 Millionen für den Drömling

Ein Nebeneinander naturnaher Fluss-Aue-Ökosysteme, großflächiger Feuchtwälder, beweideter und gemähter Feuchtwiesen, unbewaldeter Sümpfe und Gräben ist heute ein Garant für den Artenreichtum des Dreiklangs.

Kaiserwinkel. Bereits im vergangenen Jahr fanden die beiden Naturschutz-Großprojekte „Drömling“ auf sachsen-anhaltinischer und niedersächsischer Seite ihren Abschluss. Dieser soll nun am Mittwoch, 5. Juni, mit einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung gekrönt werden.

Wie Joachim Bäter vom Fachbereich Natur- und Landschaftsschutz der Kreisverwaltung gestern erläuterte, werden neben den Projektträgern, den Projektbeteiligten auch die Umweltminister Stefan Wenzel (Niedersachsen) und Dr. Hermann Onko Aeikens (Sachsen-Anhalt) sowie die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz Prof. Dr. Beate Jessel zugegen sein.

Der Auftakt der Veranstaltung ist um 10 Uhr in der Sumpfburg in Oebisfelde. Anschließend werden beide Projektgebiete bereist. Der Abschluss der Veranstaltung findet auf dem Gräflichen Forsthof in Kaiserwinkel statt.

Wie Bäter weiter erläuterte, seien für das Projekt insgesamt 5,9 Millionen Euro mit Förderung von Bund und Land ausgeben worden. Davon wurden für Maßnahmen im Gebiet rund 3 Millionen und für den Flächenerwerb etwa 2,3 Millionen Euro investiert. Das Naturschutzgroßprojekt Niedersächsischer Drömling wurde unter der Federführung des Landkreises Gifhorn gemeinsam mit dem Kreis Helmstedt und der Stadt Wolfsburg begleitet und Ende Oktober 2012 erfolgreich abgeschlossen. „In einem Projekt vorgelagerten beispielhaften Planungsprozess von 1998 bis 2001 wurde im Konsens zwischen allen Beteiligten von Landwirtschaft, Naturschutz, Wasserwirtschaft und Gemeinden der Pflege- und Entwicklungsplan als fachliches Herzstück des Projektes erarbeitet“, so Bäter. Durch umfangreiche wasserbauliche Maßnahmen im Gebiet könne heute der Grundwasserstand im Sinne des Naturschutzes und unter Berücksichtigung der Interessen der Nutzer beziehungsweise des Hochwasserschutzes gesteuert werden. Bäter: „Die Abstimmung hierzu erfolgt in den auch über das Projekt hinaus weiter bestehenden Staukommission, die sich aus Vertretern des Naturschutzes, der Land- und Forstwirtschaft, der Gemeinden und des Aller-Ohre-Verbandes zusammensetzt.“ Mittel für den Dialog und die weiteren möglichen Pflege- und Entwicklungsarbeiten sollen langfristig aus dem Etat des Landes fließen. „Es sollen noch mehrere Naturschutzgebiete ausgewiesen werden. Somit steht dann das Land in der Pflicht“, meinte Bärte.

Von Carola Hussak

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