Nach kontroverser Diskussion

Mehrheit lehnt Windkraft nordöstlich von Brome ab

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(Symbolfoto)

Brome. Nicht ohne vorherige kontroverse Diskussion brachte der Rat des Fleckens Brome am Donnerstagabend seine Stellungnahme zur Weiterentwicklung von Windenergienutzung an den Zweckverband Großraum Braunschweig auf den Weg.

Darüber, dass der Flecken grundsätzlich den ZGB bei seiner Suche nach Potenzialflächen zur Gewinnung von erneuerbarer Energie unterstützt, waren sich noch alle Ratsmitglieder einig. Diskussionen gab es jedoch bei dem Punkt, die Fläche nordöstlich von Brome als Potenzialfläche auszuweisen – wie ursprünglich gewünscht.

In der Vorlage hieß es, dass es sich dort um einen konfliktärmeren Bereich handele. Dietrich Schaefer (SPD) monierte die Nähe zur Burg und befand, dass man abwarten sollte, was bei Zicherie herauskomme. Lothar Hilmer (SPD) gab zu bedenken, dass mit einer Potenzialfläche im Nordosten der Flecken gar keine Entwicklungsmöglichkeiten mehr habe. Der Punkt wurde aus der Stellungnahme gestrichen.

Einig war sich der Rat darüber, dass das Wohl der Bürger und die gemeindliche Entwicklung nicht beeinträchtigt werden dürften. Ferner machte der Flecken in seiner Stellungnahme deutlich, dass die mögliche Sichtbarkeit der Windanlagen zu einer Wertminderung von Grundstücken führen könne. Wichtig war dem Rat, dass Abstände zu bebauten Ortslagen nicht unterschritten werden. Damit dürfen die alten Anlagen nicht „repowert“ werden.

Wie der Bromer Samtgemeinderat wünscht sich auch der Flecken für die Potenzialfläche Zicherie eine weitergehende Abstimmung mit den Behörden und Institutionen des Landes Sachsen-Anhalt (das IK berichtete). Auch solle vor einer Entscheidung über Zicherie der Natur- und Artenschutz geprüft werden, da das Gutachten veraltet sei. Dem Kreis Gifhorn würden neue Unterlagen vorliegen, deren Aspekte berücksichtigt werden sollten.

Von Carola Hussak

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