Brome: Grüne setzen auf die Bürger, CDU will mit allen reden / Klopp: „Die Fraktion entscheidet“

Mehr Sitze, mehr Gespräche

Die Bromer CDU wurde stärkste Partei bei den Gemeinderatswahlen. Die Christdemokraten wollen auch mit den anderen Parteien im Rat Gespräche führen. Foto: Deipenau

Brome. Für die Grünen war es gleich eine Steigerung von 100 Prozent. In der vergangenen Legislaturperiode musste Uwe Helbig alleine die grüne Politik im Gemeinderat des Fleckens Brome vertreten.

Nach den Kommunalwahlen am Sonntag und der Konstitution des neuen Rates sitzen Astrid Leibach und Frank-Markus Warnecke für die Grünen, die auf die Bürger setzen, unter den 15 Mitgliedern des Rates, in dem die CDU die absolute Mehrheit hat und die Bürgermeisterin respektive den Bürgermeister stellt. Die großen Überraschungen blieben auch in den anderen Räten in der Samtgemeinde aus.

Die Bromer CDU will erst einmal „Fakten zusammentragen“, sagt Ingrid Klopp. Die amtierende Bürgermeisterin ließ am Wahlabend und auch gestern noch offen, wie es personell weitergeht. „Die Fraktion entscheidet“, bekräftigte sie noch einmal. Gespräche folgen zudem über die künftige politische Arbeit im Flecken. „Wir werden mit allen Parteien reden“, so Klopp. Dazu gehört auch die Bürgerliste Liberale Unabhängige (BLU), die im Bromer Rat den größten Aderlass zu verzeichnen hat. Minus 17,04 Prozent der Stimmen im Vergleich zu den Wahlen 2006 bedeuten einen Verlust von drei Sitzen.

Eben die Grünen, die CDU und die SPD erhielten dadurch einen Platz mehr im Rat. Die Grünen wollen für ihre künftige Politik die Bürger mit einbeziehen. „Ich setze auf die Zusammenarbeit mit den Bürgern. Das ist bislang so nicht passiert“, sagt die Chefin der Bromer Grünen, Astrid Leibach. Auch bei der Zusammenarbeit mit den anderen Parteien soll es vielmehr um die Themen der Kommunalpolitik gehen und dabei die Parteiherkunft zweitrangig sein. „Parteibücher sind normalerweise Quatsch“, so Leibach. „Ich finde es wichtig, miteinander zu reden“, fügt sie hinzu.

Karl-Peter Ludwig, Chef der Rühener SPD, die bei den Wahlen in der Gemeinde stärkste Partei wurde, sieht es ähnlich. „Es geht um lokale Dinge“, erklärt Ludwig zur politischen Arbeit in den Kommunen. Man müsse „gemeinsam gestalten“. Das kann für Brome, Rühen und anderswo gelten.

Von Benjamin Post

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