Bromes Gemeindebrandmeister Frank Mosel hält Politikern ganz deutlich die Zukunft vor Augen

Mehr Equipment und bessere Technik

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Bromes Gemeindebrandmeister weiß, dass in den nächsten Jahren mehr Geräte notwendig sind, um bei einem Unfall vernünftig handeln zu können.

Brome. Mit Blick auf die Anzahl der Einsätze waren diese in den vergangenen drei Monaten übersichtlich. Allerdings, so Frank Mosel, Gemeindebrandmeister in der Samtgemeinde Brome, waren darunter schwere Unfälle, bei denen die Feuerwehrleute an ihre Grenzen gestoßen sind.

„Wir müssen enger mit dem Landkreis zusammenarbeiten was die Ausrückezeiten angeht. Die Ausrückegebiete gehen über die Grenze der Samtgemeinde hinaus. Wir werden künftig mehr Equipment brauchen und die Technik anpassen müssen“, fand Mosel gegenüber dem Feuerschutzausschuss deutliche Worte. Das sei zwar noch nicht akut, werde aber in den nächsten Jahren ein Thema. Man dürfe bei der ganzen Sache nicht vergessen, dass die Feuerwehrleute ehrenamtliche Mitarbeiter seien, die die Sicherheit der Bürger erhöhen und viel Verantwortung tragen. „Sie sollten sich schon Gedanken über die Kosten und die Ausstattung machen. Denn wir können nur mit dem arbeiten, was Sie uns zur Verfügung stellen“, appellierte Mosel an die Ausschussmitglieder.

Im Schnitt alle drei Wochen versuchen der Gemeindebrandmeister und seine Stellvertreter sich mit den Ortsbrandmeistern auszutauschen. „Da werden viele Themen angesprochen und ausgearbeitet. Das ist keine Kritik an Frau Seidenberg, sie arbeitet wirklich gut. Aber wir bezweifeln, ob eine halbe Stelle bei der Samtgemeindeverwaltung ausreicht. Es bleiben einfach viele Dinge liegen“, machte Mosel deutlich.

Großen Respekt gegenüber den Feuerwehrleuten und der Arbeit, die sie leisten, zollte Jürgen Bammel (FWG). Seiner Meinung nach sollte man bei den kommenden Haushaltsberatungen überlegen, wo man den Rotstift ansetze.

Das könnte beispielsweise bei den Kitas der Fall sein, denn diese seien in den vergangenen Jahren sehr gut ausgestattet worden. Bei den Feuerwehren sollte man nicht weiter sparen. Das sah Wilfried Sievers (Grüne) ganz anders: „Feuerwehr, Kitas und Schulen sind gleichermaßen wichtig. Da muss man nach Bedarf handeln.“

Von Carola Hussak

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