Internet in Rühen und Brechtorf ausgebaut / Eischott wird weiterhin Probleme haben

Mit 100 MBit/s schneller ins Netz

Martin Rücker, Regionalbeauftragter der Deutschen Telekom (l.) und Rühens Bürgermeister Karl Urban gaben gestern den Startschuss für schnelleres Internet in Rühen und Brechtorf. Foto: Hussak
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Martin Rücker, Regionalbeauftragter der Deutschen Telekom (l.) und Rühens Bürgermeister Karl Urban gaben gestern den Startschuss für schnelleres Internet in Rühen und Brechtorf.
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Rühen. Etwa 780 weitere Haushalte in Rühen und Brechtorf kommen ab sofort schneller ins Internet – und können künftig parallel telefonieren, surfen und fernsehen.

„Das gilt auch für Musik- und Video-Streaming oder das Speichern in der Cloud“, teilte gestern Manfred Rücker, Regionalbeauftragter der Deutschen Telekom, mit. Gemeinsam mit Bürgermeister Karl Urban gab Rücker gestern den Startschuss.

Das maximale Tempo beim Herunterladen steigt auf bis zu 100 Megabit pro Sekunde und beim Hochladen auf bis zu 40 Megabit pro Sekunde. Die Telekom, so Rücker, habe dafür rund zwei Kilometer Glasfaser verlegt und drei Verteiler neu aufgestellt oder mit moderner Technik aufgerüstet. „Das Warten hat sich gelohnt. Die schnellen Internetanschlüsse sind jetzt buchbar“, frohlockte Urban. Hohes Tempo im Internet sei ein Standortvorteil – für die Gemeinde Rühen, aber auch für jede einzelne Immobilie.

Weniger gute Nachrichten hatte Rücker für die Gemeinde Eischott: „Unser Unternehmen kann in Eischott nichts machen. Das will die Bundesnetzagentur nicht.“ „Man kann doch einen Ort aber nicht so einfach abhängen“, beklagt Rühens Bürgermeister. Vor drei Jahren hat ArcheNet sich beworben, das Internet in Eischott per Funk auszubauen und von der Bundesnetzagentur den Zuschlag erhalten. Keine andere Firma hatte seinerzeit Interesse gezeigt, das Internet in dem kleinen Ort auszubauen. Das Problem, das sich zeigte: Die Datenübertragung per Funk funktioniert nicht richtig.

Im Sommer sah es noch nach einer einfachen Lösung aus. Denn die ArcheNet erklärte sich bereit, dass die Telekom ihren Verteilerkasten nutzt. Aber während sich die beiden Anbieter mittlerweile einig wurden, verweigert jetzt die Bundesnetzagentur ihr grünes Licht.

Von Carola Hussak

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