Brome: Adolf Bannier hält Bürgerpredigt über Reformator

„Luther wäre Gast in Talkshows“

Die Liebfrauenkirche in Brome.
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Die Liebfrauenkirche in Brome.

Brome. Es ist 500 Jahre her, dass Martin Luther im Jahr 1517 seine 95 Thesen veröffentlichte. In diesem Jahr wird das Jubiläum auf verschiedenste Art und Weise begangen. Auch der Bromer Adolf Bannier hat sich seine Gedanken gemacht.

Nach Rücksprache mit Pastor Rüdiger Kitzmann wird der rüstige Rentner am Sonntag, 21. Mai, in der Bromer Liebfrauenkirche eine Bürgerpredigt halten. Diese wird unter dem Motto „Spricht uns Luthers theologische Neuorientierung heute noch an?“ stehen.

Adolf Bannier

„Das macht zwei Perspektiven notwendig – eine Rückschau auf Wirkungen des reformatorischen Erbes einerseits und den Ausblick auf neue reformatorische Impulse andererseits“, erläutert Bannier. Dafür ist er gemeinsam mit seiner Ehefrau Heidrun nach Eisenach und nach Wittenberg gefahren, um dort den Spuren des Reformators zu folgen. Da gab es eine Frage, die sich der Bromer immer wieder stellte: Was wäre, wenn Luther heute noch leben würde? „Dann wäre er sicherlich ein begehrter Gast in Talk-Shows und sonstigen Veranstaltungen“, ist Bannier überzeugt. Seiner Meinung nach würde Luther auch heute noch im Mittelpunkt stehen, denn er habe Dinge angesprochen, die heute an Aktualität nichts verloren hätten. Wie Bannier im Gespräch mit dem IK mitteilt, gebe es viele Prominente, die den Reformator im Luther-Jahr ins Gespräch bringen würden. So habe SPD-Außenminister Sigmar Gabriel gesagt, dass die Reformation umfangreiche Veränderungen in Gang gesetzt habe. Bildung, Teilhabe und Freiheit hätten nicht an Aktualität verloren. Für Fußballtrainer Jürgen Klopp sei der Glaube wie ein Fixstern, seine Leitlinie.

Bannier sagt, er habe sich detailliert mit Luther auseinandergesetzt und seine Erkenntnisse in der Bürgerpredigt vereint. Diese beginnt am 21. Mai um 10 Uhr. Getreu dem Spruch, den Martin Luther gesagt haben soll – „Wenn ich wüsste, dass morgen die Welt unterginge, würde ich heute ein Apfelbäumchen pflanzen“ – kann sich Bannier durchaus vorstellen, solches selbst im Pfarrgarten zu tun.

Von Carola Hussak

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