Schwierige Voraussetzungen

Bromes Turnhalle hat ein Lüftungsproblem

Spender warten bei einer Blutspende in Bromes Turnhalle auf ihren Termin.
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Die Turnhalle in Brome – hier bei einer Blutspende – besitzt keine Lüftungsanlage. Das ist in Pandemie-Zeiten ein Problem, wenn die Halle auf lange Sicht wieder voll genutzt werden soll.
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
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Brome – Ein Corona-Sorgenkind kann man die Turnhalle an der Grundschule Brome nennen. Die Bedingungen für eine stets zirkulierende Luft – in Pandemiezeiten besonders wichtig – sind im Moment nicht gut. Die Samtgemeinde Brome mit dem Fachbereich Bau hat sich während der Krise auf die Suche nach Lösungen begeben. Wie kann die Turnhalle auf absehbare Zeit während der Pandemie für die erhöhten Anforderungen nutzbar werden?

Die Turnhalle besitzt keine Lüftungsanlage. Und auch die Fenster eigneten sich bisher nicht für eine ausreichende, zirkulierende Lüftung. Inzwischen ist die Halle alt und bedarf einer Modernisierung – besonders im Bereich der Lüftungsqualität. Da so etwas aber nicht von heute auf morgen passieren kann, hat der Fachbereich einige Versuche gestartet, um das Problem in den Griff zu bekommen. Auch eine passende Lüftungsanlage sei nicht einfach so installiert. In mehreren Schritten wurde versucht, die Situation rund um die Halle mit schnellen Maßnahmen zu entspannen, damit auf lange Sicht eine sportliche Nutzung möglich wird.

„Wir haben im vergangenen Jahr die Fenster relativ schnell nachgerüstet“, sagt Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann. Doch bei der gesamten Wandfläche der Halle liegt der Anteil an Fenstern nur bei 15 Prozent. Zum richtigen Lüften einfach nicht genug. Damit sei eine bauliche Lösung nicht darstellbar.

Feuerwehr hilft bei Nebelaktion

Um sich ein Bild der Lüftungsmöglichkeiten der Halle zu machen, hatte die Samtgemeinde vor Kurzem die Feuerwehr zu einem Test eingeladen. Mit einer Nebelmaschine wurde die Halle unter Dunst gesetzt. Und entsprechende Ventilatoren sollten die Halle anschließend wieder frei pusten.

Ob die benötigte Zeit nun ausreichend kurz gewesen ist oder nicht – das ließ sich bei dem Versuch nur schwer einschätzen. Die fehlenden Daten, an denen man sich für Turnhallen orientieren kann, machen das Problem rund um die Nutzbarkeit noch schwieriger, so Peckmann. „Bei Klassenräumen haben wir recht gute Informationen, an die wir uns halten können, wenn es um das Thema Lüften geht.“ Bei einer Turnhalle sehe das anders aus: Können dort auf Sicht 15 oder mehr Kinder 45 Minuten Sport treiben, um dann 20 Minuten zu lüften? Reicht das? Oder stellt die schwerere Atmung beim Sport andere Grundvoraussetzungen? „Uns fehlen aussagekräftige Hinweise.“ Mit dem Gifhorner Gesundheitsamt hatte man schon Kontakt aufgenommen. Wie viel Luftaustausch am Ende nötig ist, hatte man aber auch dort nicht sagen können.

Peckmann: „Es gibt viele unbeantwortete Fragen, wie es bei der Turnhalle weitergeht.“ Ein Risiko wolle man natürlich nicht eingehen. Die Halle bleibt im Moment für den Sport geschlossen. Aber eine Lösung muss für das Lüftungsproblem in Brome trotzdem schnellstens gefunden werden, betont die Samtgemeindebürgermeisterin

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