Wiswedeler präsentieren Häuserchronik / Bilder zeigen Vergangenheit und Gegenwart

Aus Liebe zum Dorf

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Die Macher hinter der Häuserchronik Wiswedel, Gerhard Bode, Daniela Richter-John und Daniela Ott-Schefer (rechts) freuen sich über das Ergebnis: Unter anderem zeigt der Band die Alte Schule, die im Bildhintergrund zu sehen ist und sich bis heute stark verändert hat.

Wiswedel.

Zu einem Volksfest wurde jetzt die Präsentation der neuen Häuserchronik von Wiswedel im und am Dorftreff: Viele Menschen aus dem Ort, aber auch Geschichtsinteressierte von weiter her, waren gekommen, um den schmucken Band bei Kaffee und Kuchen, kalten Getränken und Live-Musik zu begutachten und die sachkundigen Ausführungen dazu anzuhören. Auf rund 70 Seiten haben Gerhard Bode, Daniela Ott-Schefer und Daniela Richter-John ein kleines Meisterwerk geschaffen, unterstützt vom Museums- und Heimatverein Brome.

Mit vielen Bildern aus der Gegenwart und solchen aus der Vergangenheit, die ihnen gegenüberstehen, wird die Geschichte eines Dorfes geschildert, das sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert hat. Für die Fotos verantwortlich war Daniela Ott-Schefer, deren Fotos im besten Sinne Illustrationen sind, und die originelle und attraktive Blickwinkel gefunden hat. Das Layout hat in professioneller Weise Daniela Richter-John erstellt, die damit die Grundlage für die überzeugende historische Aussage schuf.

Für die umfangreichen Recherchen war Gerhard Bode verantwortlich, und es gelang ihm, Erstaunliches aufzuzeigen. So ist kaum bekannt, dass Wiswedel einst 239 Einwohner hatte, dass es eine Schule, einen Kaufladen und einen Bahnhof gab. Bode während der Vorstellung des Bandes: „Das Außergewöhnliche ist, dass wir die aufgenommenen Flüchtlinge in den einzelnen Häusern nach dem Zweiten Weltkrieg erwähnt haben. Diese Zeit ist bei vielen älteren Wiswedelern in Erinnerung geblieben. 1946 wurde sogar die Schule wieder eröffnet, und es gab zeitweise 41 Schülerinnen und Schüler.“

Ganz bewusst wurde der Dorftreff für die Präsentation ausgewählt. Er ist zwar für derartige Veranstaltungen mit vielen Besuchern gar nicht richtig ausgelegt, meinte Gerhard Bode, aber es gibt in Wiswedel kein Vereinsleben, so dass man diese Chance nutzen wollte. Und Gerhard Bode bewies, dass er über viele Talente verfügt: Gemeinsam mit Thomas Ott unterhielt er die Gäste mit fetziger Rockmusik. Einen Namen hat die Formation auch bereite; sie nennt sich „Muwis“: Musik aus Wiswedel.

Von Horst Michalzik

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