Insgesamt bis zu 50 Grundstücke im Fokus

Lessien kann nun wachsen: Gemeinderat stimmt Planungen für „Grundfeld III“ zu

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Die Grafik zeigt den ersten Bauabschnitt des Baugebietes „Grundfeld III“ in dem zunächst 23 Grundstücke entstehen sollen. Insgesamt sind bis zu 50 geplant.

Ehra-Lessien. Während in den vergangenen Jahren der Fokus auf Ehra gelegt wurde, soll nun in Lessien Bauland ausgewiesen werden.

Um dieses Vorhaben voranzutreiben, sprach sich der Gemeinderat am Mittwoch einstimmig für den vom Planungsbüro vorgelegten Entwurf für das Baugebiet „Grundfeld III“.

Das neue Baugebiet wird sich südlich des vorhandenen Baugebiet anschließen. Im ersten Bauabschnitt sollen auf rund 2,7 Hektar etwa 23 Bauplätze entstehen. In den folgenden Jahren sollen bis zu 48 weitere hinzukommen. Damit kommt die Gemeinde der Empfehlung des Regionalverbandes Braunschweig nach, dass die Gemeinde nicht zu schnell wachsen soll. Die Grundstücksgrößen werden mit 800 bis 1000 Quadratmeter bemessen.

Wie Bürgermeister Jörg Böse während der Sitzung mitteilte, gebe es bereits Interessenten. Grundstückspreise kann Böse derzeit noch nicht nennen. Da müssten noch einige interne Gespräche geführt werden. Bauinteressierte müssen sich allerdings nicht nur zeitlich noch etwas gedulden, sondern auch mit den Bauvorgaben der Gemeinde einverstanden sein. Flachdächer sind gar nicht erwünscht. Das Dach sollte eine Neigung zwischen 25 und 50 Grad haben. Wie Böse betonte, können sich Bauherren aussuchen, welche Klinker- und Dachziegelfarbe sie möchten. Anders sieht da dann schon wieder bei der Anbringung einer Solarenergieanlage auf dem Dach aus: Hier gibt die Gemeinde vor, dass die Anlagen entweder flächenbündig integriert oder auf Dächern in ihrer Gesamtheit als geschlossenes Rechteck zu bilden sind.

Gewünscht ist seitens des Rates ebenfalls eine eingeschossige Bauweise mit maximal zwei Wohnungen, damit sich das neue Wohngebiet dem vorhandenen als Einfamilienhausgebiet anpasst. Die Traufhöhe wird auf 4,5 Meter festgelegt, die Firsthöhe auf maximal 9 Meter. Die Bautiefe darf 20 Meter nicht überschreiten. Mindestens fünf Prozent der Grundstücksfläche muss mit „standortgerechten einheimischen Gehölzen“ bepflanzt werden. Damit möchte die Gemeinde die Dorfstruktur erhalten und eine extravagante, moderne Bauweise vermeiden.

Von Carola Hussak

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