Hündin Jackie zu Besuch in der Kindertagesstätte Zwergenland in Ehra / Kinder lernen alles über das Tier

Leckerlis im Zwergenland

Katrin Grußendorf (Mitte) und Schäferhund-Mischling Jackie bei ihrem Besuch in der Kindertagesstätte.

Ehra. Das Schild auf dem Zaun am Eingang interessiert Jackie nicht. In weißer Schrift steht dort auf grünem Hintergrund „Hunde nicht erlaubt“. Mit seinem Frauchen bekam der Schäferhund-Mischling heute die Erlaubnis, das Zwergenland zu betreten.

Schließlich warten in einem Gruppenraum neugierige Kinder auf die siebenjährige Hündin. Jackie ist sofort der Star. Die Kinder streicheln die Vierbeinerin, verwöhnen sie oder sehen, welche Kunststücke das muntere Tier so kann.

Natürlich steht das Spielen bei dem Hundebesuch nicht im Vordergrund. Zwar liegen auf dem Boden des bunten Gruppenraumes Spielsachen, die Jackie viel Spaß machen, und ein großer Knochen, den sie liebend gerne zum zerknabbern mitnehmen will. Aber dort liegen auch eine Zeckenzange. „Zecken können Hunde auch krank machen“, erzählt Katrin Grußendorf, das Frauchen der siebenjährigen Jackie. Und dort liegen eine Schermaschine und ein Kamm. Auch ein Hund muss frisiert werden.

Wenngleich die Tiere im Sommer und Winter ihren Anzug tauschen. „Fellwechsel ist immer zweimal im Jahr“, weiß Emma. Im Winter ist es dicker. „Damit Jackie im Winter nicht frieren muss“, erklärt Grußendorf. Für Hunde muss auch ein Besuch zum Tierarzt sein. Eine Impfung sei „bei Hunden ganz wichtig“. „Damit sie nicht krank werden und Tollwut bekommen“, merkt die Ehranerin an. Über das Haustier haben die Kinder in einem Projekt viel gelernt.

Dabei geht es um den richtigen Umgang mit Hunden. Die Kinder lernen alles rund um den Hund. „Mit einem Hund kann man ganz viel Spaß haben, aber ein Hund macht auch viel Arbeit“, erläutert Erzieherin Brunhilde Friebe. Jackies Besuch zeigt den Kinder beides. Ein Hund muss versorgt werden, Gassi-Gehen, egal ob es draußen kalt oder warm ist, ob es regnet oder schneit, muss auch sein.

Im Zwergenland liegt für Jackie der Geruch von Leckerlis in der Luft. „Platz“ und „Sitz“ sind für sie die leichtesten Übungen, um die Hundesleckerei zu ergattern. Die bekommt sie auch, etwa wenn sie freundlich ihr Pfötchen reicht. „Guten Tag Jackie“, begrüßt Ben die Hündin per Pfotenschlag. Die Kinder erfahren von Grußendorf, dass sie sich „immer langsam“ Hunden nähern, und sie „erstmal schnuppern lassen“ sollen. Als sie das erklärt, hat Jackie schon das nächste Leckerli verspeist. „Ich glaube, sie fühlt sich wohl“, vermutet Emma. Sie beobachtet, wie Jackie mit der Rute wedelt. So heißt der Schwanz, und der ist nicht eingezogen, was ein gutes Zeichen ist.

Mit Kindern hat die Hündin ohnehin kein Problem, auch wenn nun deren zwölf aufgeregt vor ihr sitzen, um sie herum stehen oder rufen. „Sie findet Kinder toll“, sagt ihr Frauchen. Den Kindern bleibt das Tier in Erinnerung. Jackie macht sich auf den Heimweg, und die Kinder an ihre Bastelutensilien. „Der Hund Jackie wird aus Toilettenpapierrolle gebastelt“, sagt Erzieherin Friebe.

Hunde sind also doch erlaubt im Zwergenland.

Von Benjamin Post

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