Flecken Brome verabschiedet (verspätet) mehrheitlich Haushalt für 2017 / Investitionen von 460 000 Euro

Was lange währt, wird endlich gut

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Für die Schmutzwasserentsorgung am Bromer Sportheim plant der Flecken Brome rund 40 000 Euro ein.

Brome. Mit Blick auf den Haushalt 2017 sieht es am Finanzhimmel des Fleckens Brome gar nicht mehr so düster aus wie in den vergangenen Jahren.

„Wir haben mittlerweile 1 Million Euro an Schulden tilgen können“, teilte Bürgermeister Gerhard Borchert während der Ratssitzung am Dienstagabend mit. Wenn auch mit Verspätung konnte der Haushalt mehrheitlich, gegen die Stimmen der Freien Wählergemeinschaft (FWG), verabschiedet werden.

Bis heute hat die Gemeinde die Auflage, keine weiteren Kredite aufnehmen zu dürfen, dennoch sind Investitionen möglich. Dafür stehen der Gemeinde rund 460 000 Euro zur Verfügung. Der Haushalt sei zukunftsfähig aufgestellt und handlungsfähig. „Priorität muss weiterhin die Kredittilgung von 700 000 Euro haben“, betonte FWG-Vorsitzender Lothar Hilmer. Dabei behilflich sein wird der Grundstücksverkauf im Baugebiet Mittelfeld.

Die Einnahmen ergeben sich überwiegend durch die Gewerbesteuer, die sich in diesem Jahr auf 533 000 Euro belaufen. Hinzu kommen, so Borchert, noch Einnahmen durch Konzessionsabgaben durch Unternehmen und Betriebe zur Versorgung der Gemeinde mit Elektrizität, Gas und Wasser in Höhe von etwa 100 000 Euro und rund 143 000 Euro, die sich noch auf dem laufenden Konto befinden.

Investiert werden rund 74 000 Euro in eine neue Bushaltestelle in Wiswedel, 4000 Euro in einen neuen Zaun am Friedhof und etwa 40 000 Euro in die Schmutzwasserentsorgung am Bromer Sportheim. Rund 25 000 Euro muss die Gemeinde noch an den Landkreis Gifhorn für den Radwegbau an der Steimker Straße berappen.

Eine bittere Pille wird auf die Gemeinde dennoch zukommen. Zwar sind laut Borchert die Umlageschlüssel für den Landkreis und die Samtgemeinde von 2016 auf 2017 konstant geblieben, dennoch rechnet der Bürgermeister mit einer Steigerung im kommenden Jahr. „Die Samtgemeinde quält sich. Es stehen hohe Ausgaben im Bereich der Kindertagesstätten und Schulen an. Da bedarf es einer Anpassung und über eine Erhöhung wird diskutiert“, weiß Borchert.

Von Carola Hussak

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