Altendorf: Keine Tonnagebegrenzung auf Gemeindeweg / Lkw's kommen problemlos auf den Hof

Landwirt baut selbst Straße aus

Um vernünftig mit seinen Lkw auf das Gehöft zu kommen, hat ein Landwirt aus Altendorf Eigeninitiative ergriffen und einen Teil des Feldweges ausgebaut.
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Um vernünftig mit seinen Lkw auf das Gehöft zu kommen, hat ein Landwirt aus Altendorf Eigeninitiative ergriffen und einen Teil des Feldweges ausgebaut.
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Brome/Altendorf. Tonnagebegrenzung oder nicht? Gemeindestraße besser befestigen oder nicht? Die Anwohner in Altendorf an der Straße An der Dränke machen sich große Sorgen um den Zustand der Gemeindestraße.

Sie haben Befürchtungen, dass sich der Zustand verschlechtern könnte, da ein ansässiger Landwirt täglich mit seinen Lkw bis zu acht Mal die Straße entlang fährt. Allerdings hat dieser am Ende des Feldweges den Weg bis zu seinem Hof selbst befestigt. Nun steht fest: Es gibt keine Tonnagebegrenzung und die Gemeindestraße ist in so einem guten Zustand, dass sie dem Lkw-Gewicht Stand hält.

Zu dieser Erkenntnis ist man laut Bürgermeister Gerhard Borchert während der jüngsten Straßenbegehung gekommen, an der Vertreter der Gemeinde, des Landkreises, der Landesstraßenbaubehörde und der Polizei teilnahmen. „Wir sind an diesem Tag bis auf den Hof des Landwirtes gefahren. Alle fanden es spannend, dass ein Landwirt in Eigeninitiative einen Feldweg ausbaut“, berichtet Borchert. Der Bromer spricht von einem Präzedenzfall, der für alle Gemeindestraßen gelten könnte, die außerorts in einen Feldweg münden. Der Ausbau des Feldweges seitens des Landwirtes wurde als „unschädlich“ angesehen.

Borchert seinerseits ist froh, dass der Landwirt selbst nach Alternativen gesucht hat. Damit spielt der Bürgermeister auf alte Gehöfte an, die nicht darauf ausgerichtet sind mit Lkw befahren zu werden. Ein Abriss und Neubau ist nicht möglich, da die Gehöfte häufig unter Denkmalschutz stehen. Daher muss ein Landwirt nach Alternativen suchen, wie er seinen Hof mit großen Fahrzeugen anfahren kann. Borchert ist mit dieser Lösung zufrieden: „Ich finde es auch gut, wenn alte Gehöfte erhalten bleiben.“

Von Carola Hussak

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