Lückenschluss nicht geplant

Brome kriegt vorerst keinen Radweg Richtung Steimke

Der Fuß- und Radweg an der Kreisstraße 94 endet beim Bromer Schießheim.
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Kurz hinter dem Bromer Sportheim endet der Radweg an der Kreisstraße 94. Ob sich der Lückenschluss aus Sicht des Landkreises Gifhorn umsetzen lässt, bleibt noch offen.
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
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Brome – Zum Bromer Sportheim lässt es sich bequem mit dem Fahrrad fahren. Der ausgebaute Fuß- und Radweg an der Kreisstraße 94 Richtung Steimke endet dann jedoch mit der Einfahrt zum Schießheim. Wer weiter will, muss auf die teils enge und schattige Kreisstraße ausweichen. Der Nachbarkreis Salzwedel hat aus diesem Grund die Planungen für einen straßenbegleitenden Radweg vorangetrieben. Im kommenden Jahr soll gebaut werden (das IK berichtete). Aufgrund der zwei unterschiedlichen Verantwortungsbereiche der beiden Kreise wird der Radweg jedoch nicht weiter als zur niedersächischen Grenze reichen. Und dann? Wird der Landkreis Gifhorn diese Steilvorlage nutzen und die Chance für einen vollständigen Radweg ergreifen? Das IK hat sich einmal umgehört.

Ganz so einfach ist die Entscheidung auf jeden Fall nicht, wie Landrat Dr. Andreas Ebel auf Nachfrage sagt. Ein bürokratischer Weg durch verschiedene Ausschüsse entscheidet, welcher Radweg an Kreisstraßen gebaut werden soll. Dafür gibt es entsprechende Prioritätenlisten, die Vorhaben im ganzen Kreisgebiet aufweisen. Bisher findet sich der potenzielle Radweg von Brome nach Steimke noch nicht darauf.

„Für den Neubau von Radwegen seitens des Landkreises ist das Ausbauprogramm für Radwege an Kreisstraßen maßgebend“, sagt Ebel. Die Prioritätenliste wurde 2016 durch den Kreisausschuss beschlossen. „Seitens des Landkreises sind noch keine Planungen für den Bau eines Radweges vom Sportplatz bis zur Landesgrenze eingeleitet worden“, so Ebel. Dadurch ist auch noch keine Abstimmung mit dem Altmarkkreis Salzwedel aufgenommen worden.

Die bestehende Prioritätenliste für die Landkreis-Vorhaben wurde aber gegenwärtig schon „in nennenswerter Weise umgesetzt“, erklärt Ebel. Von daher steht im Moment eine Fortschreibung von der Liste im Raum, um weitere Maßnahmen anzugehen. Ende April soll der Ausschuss für Verkehr, ÖPNV und Straßenausbau über die neue Prioritätenliste beraten. Ob der Radweg an der K 94 dann schon mit diskutiert wird, bleibt wohl noch abzuwarten. „Ein möglicher Bau des Radweges an der K 94 setzt voraus, dass der Radweg ausgehend von Steimke im Altmarkkreis Salzwedel in Richtung der Landesgrenze tatsächlich gebaut wird“, sagt der Landrat.

Der Weg wäre dann als „Lückenschluss“ von der Landesgrenze bis zum Sportplatz im vordringlichen Bedarf der neu zu erstellenden Prioritätenliste des Landkreises auszuweisen.

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