Verein Katachel hilft in Afghanistan 420 Witwen und Waisen in der Not

Kunduz: Hilfe für die Bedürftigsten

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Der Verein Katachel hilft Bedürftigen in Afghanistan in diesen unruhigen Zeiten.

Bergfeld/Kunduz. Immer noch ist die Region Kunduz im Norden Afghanistans unruhig und Schießereien verunsichern die Menschen der Provinz.

Unter dieser mangelnden Sicherheit haben besonders die Ärmsten zu leiden, denn die können nicht irgendwelche Arbeiten annehmen oder zum Betteln auf die Straße gehen.

Gerade in dieser Zeit ist die Nothilfe besonders wichtig, und so verteilen die Mitarbeiter des Vereins Katachel seit Mittwochmorgen Kanister mit Speiseöl, Tee, Seifenstücke und Bargeld an die Menschen, die im Rahmen des Vereins eine Patenschaft aus Deutschland haben.

Zum Auftakt der Verteilung kamen die Frauenministerin von Kunduz mit den Kollegen, dem Minister für die Hilfsorganisationen und für das Schulwesen. Alle hoben die Bedeutung dieser Hilfe hervor, denn sie ist ein wichtiger Bestandteil zur Fluchtursachenbekämpfung. „Wer in seiner Heimat sein Auskommen und eine Chance für eine sichere Zukunft findet, derjenige wird auch lieber in seiner Umgebung und seinem kulturellen Umfeld bleiben“, bestätigt die Vorsitzende des Vereins, Sybille Schnehage, „und somit danken wir allen Spendern, die diese Hilfe ermöglichen.“

Dennoch haben die Mitarbeiter bei der Verteilung große Probleme, denn viele weinende Frauen mit ihren Kindern, welche noch keine Patenschaft haben, sitzen vor dem Vereinsbüro und bitten ebenfalls um Hilfe. So hoffen die Mitglieder des Vereins noch weitere Menschen zu finden, die diese Hilfe unterstützen.

Parallel zu der Verteilung geht der Bau der neuen Schule in Kunduz Nazeri voran. Die Grundmauern sind fertig und in den nächsten Tagen beginnen die Arbeiter die Wände aus gebrannten Steinen zu mauern.

„Schade, alle anderen Hilfsorganisationen haben Kunduz verlassen, dabei wird so viel Hilfe benötigt.“ Sybille Schnehage kämpft um jedes Hilfsprojekt, „nur wenn massiv die Lebensverhältnisse verbessert werden, wird es Sicherheit geben und die Menschen gehen nicht weiter auf die Flucht in Richtung Europa.“

Wer dieses Projekt, eventuell mit einer Patenschaft, unterstützen möchte, kann sich im Internet unter www.katachel.de informieren oder bei der Vorsitzenden direkt anrufen. Spenden können auch direkt auf das Konto Katachel e.V. IBAN DE 24 269513110014160006 bei der Sparkasse Gifhorn Wolfsburg überwiesen werden.

Von Carola Hussak

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