Kritik am fehlenden Konzept

2018 wollen Verwaltung und Politik den Schulstandort Rühen fest im Blick haben

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Das Gelände für den Kitabau in Rühen – etwa zwei Millionen Euro hat der Samtgemeinderat für die Errichtung von vier Gruppenräumen eingeplant und dem Projekt somit „Grünes Licht“ gegeben.

Rühen. Für zwei Container mit jeweils zwei Klassenzimmern inklusive Ausstattung für die Grund- und Realschule sind im Haushalt 2018 insgesamt 340 000 Euro eingeplant. Dafür sprach sich der Bromer Samtgemeinderat einstimmig aus.

Heino Meyer

Die Zeit drängt, denn bereits zum Schuljahr 2018/19 besteht zusätzlicher Bedarf an Klassenräumen. Mit Blick auf die geplanten Baumaßnahmen im Bereich der Schulen am Standort Rühen werden vermutlich immer wieder mal Klassen ausgelagert werden müssen. Für die Verwaltung stellt die Anschaffung der zwei Container eine wirtschaftliche Alternative zur Miete dar. Erste Schritte in Richtung Umsetzung eines möglichen Konzeptes für den Schulstandort Rühen wurde mit der Entscheidung, auf der Grünfläche neben der Grund- und Realschule zu bauen getan. Weitere Empfehlungen zu den Schulauswirkungen können erst nach Baufortschritt des Kita-Neubaus vorgenommen werden.

Manuela Peckmann

Grünes Licht zum Kita-Neubau gab es im Samtgemeinderat auch – einstimmig. Etwa 2 Millionen Euro werden für die Errichtung von vier Gruppenräumen eingeplant. Für den Ausbau der Tagesbetreuung für Kinder unter drei Jahren werden neu geschaffene Betreuungsplätze durch das Land Niedersachsen gefördert. Eine Anfrage auf Förderung wurde Ende August bei der Landesschulbehörde gestellt. Bis jetzt, so steht es in der Vorlage, liege eine Antwort noch nicht vor.

Das Angebot der Gemeinde Rühen zur Miete von Gruppenräumen wird nicht wahrgenommen, da der Samtgemeinde durch den eigenen Bau monatlich weniger Kosten entstehen, als die geforderten Mietkosten. Frank-Markus Warnecke (Grüne) wollte wissen, ob der Neubau auch unter energetischen Gesichtspunkten errichtet wird. „Die gesetzlichen Vorgaben werden umgesetzt. Solar- und Fotovoltaikanlagen müssen auf das Dach gebaut werden“, erläuterte Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann (CDU). Auch Peter Albrecht (SPD) betonte, dass man darüber hinaus an die Zukunft denken müsse und dies im Zuge der Ausschreibungen durchaus berücksichtigen sollte.

Ob der ersten Schritte hagelte es Kritik aus dem Ratsrund an dem fehlenden Konzept für den Schulstandort Rühen. „Es liegt uns kein Konzept vor. Wir flicken nur Löcher und wissen nicht, wo die Reise hingeht. Kinder müssen richtig beschult werden. Seit 14 Jahren sprechen wir über die Sanierung. Im nächsten Jahr muss das Konzept angegangen werden – das fordern wir als SPD“, mahnte Ratsherr Karl-Peter Ludwig an. Heino Meyer (CDU) betonte, dass man ja die Verwaltung angemahnt habe, zu jeder Samtgemeinde-Ausschusssitzung einen Sachstandsbericht vorzulegen. „Ganz ehrlich, man muss sich für die Bausubstanz in Rühen schämen“, so der Christdemokrat.

Von Carola Hussak

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