Jugendausschuss der Samtgemeinde Brome empfiehlt Vergabekriterien 2020

Krippenplätze in der Samtgemeinde Brome: Lage „angespannt“

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Der Rechtsanspruch auf Kita- und Krippenplätze stellt auch die Samtgemeinde Brome vor Herausforderungen. Der Jugendausschuss empfahl nun neue Vergabekriterien, die am August 2020 in Kraft treten könnten.

Brome – Der Jugend-, Sport- und Sozialausschuss der Samtgemeinde Brome empfahl in seiner Sitzung am Montagabend einstimmig Vergabekriterien für Betreuungsplätze in Kindertagesstätten.

Demnach sind Antragseingang und Geschwister in einer Einrichtung künftig nicht mehr die alleinigen Vergabemerkmale.

Die Samtgemeinde will für die Kita-Platzvergabe Rechtssicherheit und ein faires System, daher wurden zusammen mit den Kita-Leitungen, dem Fachbereich Jugend des Landkreises Gifhorn und der Datenschutzbeauftragten acht Kriterien erarbeitet.

So werden Alleinerziehende bevorzugt, da davon ausgegangen wird, dass sie im Alltag mehr Unterstützung brauchen. Auch bevorzugt werden Kinder, bei denen der Landkreis eine soziale oder pädagogische Dringlichkeit gegeben sieht. Auch die Berufstätigkeit der Eltern oder entsprechend ein Studium, Ausbildung und Ähnliches sind ausschlaggebend. Geachtet wird auch weiter darauf, Geschwister in derselben Einrichtung zu belassen. Kinder im letzten Kita-Jahr vor der Einschulung und solche mit Wohnsitz in der Samtgemeinde haben ebenfalls Vorrang. Auch Kinder, die länger als sechs Monate auf der Warteliste stehen, werden höher bewertet.

Allgemein sei die Platzvergabe nun bis einschließlich März 2020 abgeschlossen, hieß es aus der Verwaltung. Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann betonte, dass bis jetzt alle Kinder wie gewollt bedient werden konnten. Dabei sei die Platzsituation in den Krippen aber „angespannt“, wie es im Bericht der Verwaltung hieß. Zurzeit sind demnach drei freie Plätze vorhanden. Ab April 2020 liegen Anträge für weitere 14 Krippen- sowie 19 Kindergartenplätze vor. In Letzteren gibt es noch 36 freie Plätze in den neu geschaffenen Gruppen in Bergfeld.

Tobias Behrens fragte, ob denn mit erhöhter Anfrage „Schichtbetrieb“ drohe, denn der gesetzliche Betreuungsanspruch gilt nur für vier Stunden werktags. Das wurde von der Verwaltung mit Hinweis auf die vom Gesetzgeber ebenfalls geforderten festzustellenden Individualvergaben verneint.

Wie auch der Gemeindeelternrat hatte der Jugendausschuss den Kriterien nichts hinzuzufügen. Damit empfahl er die Vergabekriterien, die ab August 2020 in Kraft treten, sollte der Samtgemeinderat dies in seiner Dezembersitzung beschließen.

VON DENNIS TESCH

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