Brome: Suche nach neuer Leitung für Pastor-Bammel-Haus

Nach Schikane: Kreis Gifhorn kündigt Flüchtlingsheim-Betreiber

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Den Vertrag mit dem Sicherheitsunternehmen, das die Leitung des Pastor-Bammel-Hauses in Brome übernommen hatte, hat der Landkreis Gifhorn gekündigt.

ola Brome. Nach den Vorwürfen gegen den Betreiber der Flüchtlingsunterkunft in Brome hat der Landkreis Gifhorn den Vertrag mit der zuständigen Sicherheitsfirma noch am Montag zum 31. August 2016 gekündigt.

Wie die Erste Kreisrätin Evelin Wißmann noch in der Nacht zu Dienstag mitteilte, kümmere sich um die Betreuung der Flüchtlinge im Pastor-Bammel-Haus nun zunächst ein Sozialarbeiter des Landkreises.

Grund für die Vertragsauslösung war unter anderem das Verhalten des Betreibers und des im NDR-Bericht eingeräumten Zeigens eines Propaganda-Videos der IS-Terrormiliz. Weiter heißt es, dass der Kreis Alternativen prüfe, dass die Flüchtlinge in Brome wohnen und betreut werden können. Der Landkreis betonte, dass es zu keinem Zeitpunkt eine Abstimmung über einen Sanktionskatalog in der Unterkunft gab. Nachdem bekannt wurde, dass eine solche Liste existiert, sei diese eingezogen worden. Dem Betreiber sei erläutert worden, dass er zu solchen Maßnahmen nicht berechtigt sei und dass der Landkreis einen solchen Strafkatalog nicht billige.

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