Höhere Umlage und Zuweisungen: Ergebnishaushalt der Samtgemeinde Brome ist ausgeglichen

Kostspielige Kitas und Investitionsbedarf

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Der Haushalt 2019 machte der Samtgemeinde Brome eine Weile Sorgen, ist nun aber ausgeglichen. Doch nicht zuletzt wegen des bestehenden, hohen Investitionsbedarfs werden die Überschusse langfristig abnehmen.

Samtgemeinde Brome. Der Ergebnishaushalt der Samtgemeinde Brome ist auch im kommenden Jahr ausgeglichen. Noch vor Kurzem sah es so aus, als würde man erstmalig keinen Ausgleich schaffen.

Der Haushaltsauschuss der Samtgemeinde Brome gab auf seiner jüngsten Sitzung im Bromer Rathaus Entwarnung: Der Ergebnishaushalt für das Jahr 2019 ist doch ausgeglichen. „Die Lage hat sich durch die Zahlen vom Landkreis doch noch entspannt“, freut sich Alexander Pede, Leiter des Bereichs Finanzen der Samtgemeinde, im IK-Gespräch. Noch Ende November musste er schlechtere Zahlen in Aussicht stellen: Zum ersten Mal wäre der Ergebnishaushalt der Samtgemeinde unausgeglichen. Rund 600.000 Euro hätten demnach gefehlt.

Im Vorbericht zum Haushalt 2019 wird festgehalten, dass sich die Ertragssituation der Samtgemeinde für 2019 gegenüber dem Vorjahr „stark verschlechtert“ habe. Dies liege vor allem an der eingeführten Gebührenfreiheit für Kitas. Allerdings resultierten daraus auch „erhebliche Steigerungen bei den Finanzhilfepauschalen des Landes“.

„Mittlerweile ist die Situation wesentlich entspannter“, betont Pede noch einmal. In den vergangenen Wochen hätten die diversen Fachausschüsse die geplanten Investitionen beschränkt. So wurde etwa die bauliche Erweiterung der Grundschule in Parsau aufgeschoben (das IK berichtete) – und somit 400.000 Euro gespart. Weitere Empfehlungen und Beschlüsse hatten ähnliche Effekte.

„Dazu kommt ein Mehr an Schlüsselzuweisungen und eine wesentlich höhere Samtgemeindeumlage“, berichtet Pede. Die Einnahmen aus der Einkommenssteuer seien in allen sieben Mitgliedsgemeinden gestiegen. Teilweise sei auch ein Mehr an Grundsteuern eingegangen. Dies führe nun zu einer höheren Samtgemeindeumlage als vor Wochen geplant. „Alles in allem sehen wir eine erfreuliche Entwicklung“, sagt Pede.

Dennoch herrsche in der Samtgemeinde „aktuell und für die Folgejahre ein erheblicher Investitionsbedarf“. Der schon erwähnte Vorbericht verweist auf sanierungsbedürftige Gebäude (Schulen, Turnhallen, Feuerwehrhäuser), zusätzlichen Gebäudebedarf durch Einwohnerverschiebung und der Ausweitung der Ganztagsschulen sowie auf nötige Ersatzbeschaffungen für die Feuerwehren. Daher würden die noch erzielten Überschüsse „nach und nach abschmelzen“.

Von Dennis Tesch

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