Drömling: Auch nach halbem Jahr liegt kein Bescheid für Zweckverbands-Projekt vor

Koniks grasen weiter versteckt

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Sollten die im Drömling grasenden Koniks aus dem versteckt liegenden Bereich des Böckwitzer Drömlings an den Germenauer Heuweg umziehen, hätte man von einem dortigen Beobachtungsturm aus einen idealen Blick auf die Herde. 

Drömling. Die seit Jahren auf einer versteckt liegenden Weide bei Böckwitz zwischen Ohre und der Landesgrenze zwischen Niedersachsen und Sachsen-Anhalt grasende Konik-Herde erlebbarer für die Besucher des Niedermoorgebietes machen.

Das hatten sich der Zweckverband Natur- und Kulturlandschaft Drömling sowie der Besitzer der zu einer alten polnischen Landrasse zählenden Pferde eigentlich für 2017 vorgenommen.

Koniks sind eine wildlebende Pferderasse aus dem osteuropäischen Raum, die als sehr robust gilt. 

Die Details hierzu: Die aus rund 20 Tieren bestehende Herde sollte hierfür aus dem Randbereich der Naturpark-Kernzone in die Gemarkung Jahrstedt-Steimke, genauer gesagt an den Germenauer Heuweg, umziehen. 25 000 Euro sollte dies kosten – für die neue Einzäunung, Tränken, Infotafeln. 20 000 Euro davon wurden aus dem Europäischen Landwirtschaftsfonds über die Lokale Aktionsgruppe (LAG) „Rund um den Drömling“ beantragt.

Mit einer etwa 25 Hektar großen Fläche im Eigentum des Zweckverbandes wurde ein idealer und für Drömlings-Besucher leichter erreichbarer Standort gefunden, an dessen Rand sich zudem ein Beobachtungsturm befindet.

Es gibt aber offenbar Komplikationen: Denn obwohl das Projekt „Halboffene Weidelandschaft“ seit Mai bewilligungsreif vorliegt, ist beim Zweckverband in Calvörde bis heute kein Bescheid eingetroffen. „Still ruht der See“, bedauert vor diesem Hintergrund der Zweckverbands-Geschäftsführer Matthias Kausche im Gespräch mit dem IK. Selbst auf Nachfrage gebe es keine Mitteilung, sodass nur eines übrig bleibt: Hoffen auf dieses Jahr.

Hintergrund: Das Konik ist eine Ponyrasse aus dem mittel- und osteuropäischen Raum. Die Tiere gelten als ausgesprochen robust und finden Verwendung sowohl in der Landwirtschaft als auch bei der Erhaltung (Offenhaltung) von Naturschutzgebieten. Genetische Studien widersprechen der weitverbreiteten Ansicht, beim Konik handele es sich um eine überlebende Form der Wildpferde Osteuropas. Das Konik ist eine polnische Landrasse, die aus sehr robusten Landschlägen der Bilgoraj-Region hervorging.

Von Matthias Mittank

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