Brome: Samtgemeindeausschuss will Arbeitskreise über Rettungsboot entscheiden lassen

„Können Aufgaben nicht erfüllen“

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Im Feuerwehrbedarfsplan der Samtgemeinde Brome hat die Firma Forplan ganz deutlich festgehalten: Die Feuerwehr der Samtgemeinde benötigt ein Feuerwehrboot.

Brome. Die Anforderungen an die Freiwilligen Feuerwehren erhöhen sich. In der Samtgemeinde Brome wird derzeit der Feuerwehrbedarfsplan neu aufgestellt.

In diesem macht die Firma Forplan darauf aufmerksam, dass ein Feuerwehrboot aufgrund der Verkehrssicherungspflicht im Bereich Brechtorf stationiert werden soll. Bereits vergangenen Jahr wurden Mittel in Höhe von 13 000 Euro in den Haushalt eingestellt – allerdings mit einem Sperrvermerk versehen.

Wie Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann auf IK-Anfrage erklärte, sollte in der Sitzung des Feuerschutzausschusses im Mitte Mai über die Aufhebung des Sperrvermerkes nachgedacht werden. „Die Sitzung ist ausgefallen und daher sollte sich der Samtgemeindeausschuss mit dem Thema beschäftigen. Der Samtgemeindeausschuss hat sich allerdings gegen eine Aufhebung entschieden. Vielmehr sollen sich die noch zu gründenden Arbeitskreise mit der Thematik beschäftigen. In der vergangenen Woche machte Gemeindebrandmeister Frank Mosel gegenüber den Mitgliedern des Feuerschutzausschusses deutlich, dass er erhebliche Bedenken habe, was die zeitliche Verzögerung betreffe. „Wir haben rechtliche Vorgaben und können diese im schlimmsten Fall nicht erfüllen“, beklagt Mosel.

Die Verwaltung hat eine Anfrage an die Stadt Wolfsburg bezüglich der Nutzung des bei der Freiwilligen Feuerwehr Vorsfelde vorhandenen Feuerwehrbootes gestellt. Im Einzelfall könnte so eine zusätzliche Unterstützung für Ortsfeuerwehren im Gebiet der Samtgemeinde Brome bestehen. Dies müsste dann durch eine öffentlich-rechtliche Vereinbarung zwischen den Kommunen geregelt werden. Auch die personelle Besetzung des benachbarten Feuerwehrbootes muss gewährleistet sein, um eine mögliche Unterstützung wahrnehmen zu können.

Dass ein Feuerwehrboot notwendig ist, wird allein durch das wachsende Aufkommen von Feuerwehreinsätzen auf dem Mittellandkanal zur Menschen- und Tierrettung deutlich. Neben dem Mittellandkanal umfasst das Gebiet der Samtgemeinde Brome mehrere Gewässer und Seen: den Mittellandkanal südlich von Rühen (Gütertransportweg unter anderem für Gefahrstoffe), diverse Kiesgruben und Angelseen, den Ohresee in Brome, aber auch das Naturschutzgebiet „Drömling“ mit zum Teil moorigen und sumpfigen Gebieten im Bereich Giebel-Kaiserwinkel.

2016 wurde angedacht, dass mit dem Landkreis über die Umstationierung eines der Kreisboote verhandelt werden könnte. Leider war dieser Vorschlag nicht umsetzbar. Nun liegt also alles an den Arbeitskreisen, die sich mit der Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans auseinandersetzen werden (das IK berichtete).

Von Carola Hussak

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