Samtgemeinde baut in Brome an / Hartmut Jakobs als Schiedsmann gewählt

Kita-Plätze in Brome werden knapp

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Hartmut Jakobs ist für weitere fünf Jahre Schiedsmann. Kerstin Keil (l.) und Manuela Peckmann gratulierten.

Brome – Gleich mehrere Punkte auf der Tagesordnung des Bromer Samtgemeinderates, der jüngst in der Bergfelder Gaststätte Zur Post tagte, betrafen Kita und Krippen. Außerdem wurde eine Schiedsperson gewählt.

Das Amt des Schiedsmannes ging für weitere fünf Jahre an Hartmut Jakobs. Mehrere Ratsmitglieder monierten dabei, dass die breite Öffentlichkeit nichts von der Vakanz der Stelle gewusst habe und so potenzielle Bewerber ausgeschlossen worden seien. Die Verwaltung nahm das zur Kenntnis.

Auch im Bericht dieser hatte Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann das Thema Kitas angesprochen. „Die Nachfrage steigt schneller als wir bauen können“, sagte sie. Veränderte gesetzliche und gesellschaftliche Rahmenbedingungen führten demnach zu „ausgeweiteten Betreuungswünschen“. Um dem gerecht zu werden, habe die Verwaltung schon reagiert. So wird die Grundschule in Bergfeld für ein Jahr als Kita genutzt. Auch Planung und Bau der Kita und Schule in Rühen liefen auf Hochtouren. „Baugenehmigungsverfahren und Rohbauarbeiten sind derzeit in Bearbeitung“, berichtete Peckmann.

Der Rat beschloss, dass auch in Brome an die Kita angebaut werden sollte. Man folgte der Empfehlung aus den Fachausschüssen und plant, zwei Räume in Brome anzubauen. Eine dritte zusätzliche Gruppe wurde für einen derzeit noch unbestimmten Standort festgehalten. Astrid Leibach (Grüne) beantragte, den Anbau nicht am Bestandsgebäude zu vollziehen. Sie präferiere andere Standorte, um das „Nadelöhr“ Robert-Koch-Straße nicht noch mehr zu belasten. Peckmann verwies auf die fruchtbare Kooperation mit der Grundschule Brome. Zudem käme die Nähe von Krippe, Kita und Schule Eltern zugute.

Auch beim Thema Gebühren folgte der Rat der Linie der Ausschüsse. So werden die Gebühren für Früh-, Anschluss und Ferienbetreuung mit 25 Prozent von der Samtgemeinde bezuschusst. Alle Fraktionen waren sich einig, dass man den Eltern nicht zu viel finanzielle Belastung zumuten sollte. In Jahresfrist soll eine Verringerung des Zuschusses um 5 Prozent diskutiert werden. Die Krippengebühren bleiben derweil auf Ratsbeschluss unverändert.

Erhöht wird aber die monatliche Ausgleichszahlung an die Kita „Fliegenpilz“ in Parsau. Auch rückwirkend soll es mehr Geld für die finanziell in Schräglage geratene Einrichtung geben (das IK berichtet). Die Vorsitzende des Fördervereins, Nadine Polle, regte an, die offene dritte Erweiterung in Parsau vorzunehmen. „Der Bedarf wird steigen“, sagte sie.

VON DENNIS TESCH

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