Jahreshauptversammlung: Brandschützer blicken auf intensives Jahr zurück / Betreuer für neue Nachwuchsabteilung gesucht

Kinderfeuerwehr in Hoitlingen geplant

Geehrt, befördert und gewählt wurde bei der Freiwilligen Feuerwehr Hoitlingen. Ehrenortsbrandmeister Uwe Oestreich (sitzend v. l.) wurde für 40 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet, Burkhard Friebe für 25 Jahre Mitgliedschaft.
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Geehrt, befördert und gewählt wurde bei der Freiwilligen Feuerwehr Hoitlingen. Ehrenortsbrandmeister Uwe Oestreich (sitzend v. l.) wurde für 40 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet, Burkhard Friebe für 25 Jahre Mitgliedschaft.

Hoitlingen. Die Arbeit der Freiwilligen Feuerwehren ist nicht nur sehr wichtig, sondern auch spannend – besonders Kinder sind von der Arbeit und den Aufgaben der Brandschützer fasziniert. Bloß: der Eintritt in die Jugendfeuerwehr ist erst ab zehn Jahren möglich.

Viele Kinder sind dann schon anderweitig aktiv. Um das paradoxe Nachwuchsproblem zu lösen, startete die Feuerwehr Brome Ende 2015 deshalb die samtgemeindeweit erste Kinderfeuerwehr, Brechtorf zog später nach. Auch die Hoitlinger Brandschützer planen jetzt die Gründung einer Kinderfeuerwehr-Abteilung – das wurde am Sonnabend bei der Jahreshauptversammlung im dortigen Dorfgemeinschaftshaus deutlich.

Beauftragte gewählt

Derzeit sind zwei Hoitlinger Jugendliche in der Jugendfeuerwehr Hoitlingen/Tiddische/Bergfeld aktiv. Das Interesse an der Feuerwehr sei aber bei vielen Kindern sehr groß, betonten die aktiven Mitglieder Jenny Lang und Marco Marschke. Sie stellten den Kameraden ein erstes Konzept vor und wurden anschließend von der Versammlung als Kinderfeuerwehr-Beauftragte gewählt.

Die neue Nachwuchs-Abteilung soll nach den Richtlinien des Landesfeuerwehrverbandes aufgebaut werden. Kinder ab sechs Jahren sollen so spielerisch an die Feuerwehr herangeführt werden. Geplant sind Treffen im Turnus von 14-Tagen. Bevor die Kinderfeuerwehr offiziell gegründet werden kann, müssen noch Vorbereitungen getroffen werden. Neben dem verwaltungstechnischen Prozedere wird vor allem nach weiterer Unterstützung für das Betreuer-Team gesucht. Interessenten „müssen nicht Mitglied der Feuerwehr sein“, erläuterte Marschke. Auch Eltern können sich beteiligen.

20 Einsätze in 2016

Ortsbrandmeister Marcus Oestreich, der den Plan als „hoffentlich großen Schritt in die richtige Richtung“ bezeichnete, – lobende Worte gab es dafür auch von Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann und Gemeindebrandmeister Frank Mosel – blickte vorher auf das abgelaufene Jahr zurück. Das sei wieder einmal „sehr einsatz- und sehr arbeitsreich“ gewesen, so Oestreich.

Die 25 Aktiven der Wehr wurden zu 20 Einsätzen (17 Brandeinsätze, zwei technische Hilfeleistungen, eine Umzugsbegleitung) gerufen. Die Aktiven verbrachten rund 2770 Stunden beim Ausbildungsdienst und Veranstaltungen, hinzu kommen rund 486 Einsatzstunden. Zusätzlich absolvierten die Mitglieder 249 Stunden, die unter anderem für feuerwehrtechnische Ausbildung anfielen.

In der Jahresmitte hatte die Wehr einen Kameradschaftsverein gegründet, dessen erste Hauptversammlung vorab stattfand. Erfolge gab es bei den Wettbewerben: erstmals qualifizierten sich die Hoitlinger für den Landesvorentscheid und erreichten dort den elften Platz. Darüber hinaus funktioniere die Zusammenarbeit im Löschzug 17/4 (Bergfeld, Tiddische, Ehra-Lessien, Hoitlingen) „wirklich hervorragend“, so der Ortsbrandmeister.

2016 richtete die Feuerwehr, die im vergangenen Jahr das 25-jährige Jubiläum mit der Partnerwehr aus Wenze feierte, das Osterfeuer, den Herbstmarkt und das Weihnachtsbaum-Anleuchten sowie ein Faschingsfest und eine Fahrradtour aus. Der Tag der Jugendfeuerwehr wurde auch unterstützt.

Ehrungen und Beförderungen

Für 40 Jahre aktiven Dienst in der Feuerwehr wurde Ehrenortsbrandmeister Uwe Oestreich ausgezeichnet. Dieser habe die Feuerwehr und die Jugendfeuerwehr „entschieden mitgeprägt“, hob Gemeindebrandmeister Frank Mosel bei der Verleihung hervor. Zudem wurde Burkhard Friebe für 25 Jahre Mitgliedschaft geehrt. Befördert wurden Christian Walter zum Hauptfeuerwehrmann, Tabita Hansmann zur Oberfeuerwehrfrau und Dennis Krieger zum Oberfeuerwehrmann.

Von Alexander Täger

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