Noch mehr Badespaß daheim

Kinderbecken eingeweiht – und Brome erweitert die Freibad-Öffnungszeiten

Neptun und Arielle weihten das neue Kinderbecken offiziell ein. Zur Ausstattung gehört Sonnenschutz ebenso wie Spielzeug und eine Rutsche.
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Neptun und Arielle weihten das neue Kinderbecken offiziell ein. Zur Ausstattung gehört Sonnenschutz ebenso wie Spielzeug und eine Rutsche.

Brome – Es war mal wieder Zeit für ein paar sagenhafte Momente im Bromer Freibad: Neptun und Arielle weihten gestern das im Juni zur Nutzung freigegeben neue Kinderbecken offiziell ein.

An der frischen Luft war es für die großen und kleinen Besucher ein maskenfreies Vergnügen, wenn auch freilich auf die üblichen Corona-Spielregeln geachtet werden musste.

„Auch Neptun muss Abstand halten“, sagte Neptun selbst, der im richtigen Leben auf den Namen Olaf Marienhagen hört und Vorsitzender des Freibad-Fördervereins ist. Gemeinsam mit Meerjungfrau Arielle (Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann) hatte er sich ins Kinderbecken begeben, wo ein paar junge Badegäste schon im Wasser spielten.

„Wir haben soo viele Bilder bekommen“, freute sich der Mann mit dem Dreizack. Der Förderverein und die Kommune hatten einen Malwettbewerb ausgelobt, und zu der kleinen Einweihungszeremonie gehörte auch die Preisvergabe. Kein Teilnehmer gehe leer aus, sagte Marienhagen. Den Hauptpreis durfte stolz der vierjährige Louis Sydow mit nach Hause nehmen – ein flottes Rennboot zum Aufblasen. Auf Platz zwei kam Emma Haut, Rang drei ging an Colin Otto. Die Bilder des Wettbewerbs waren im Eingangsbereich des Freibads aufgehängt worden und konnten dort von allen Besuchern bewundert werden.

Der sonnige Tag lud ein zum Verweilen auf dem großzügigen Freibad-Gelände. Wer mochte, konnte sich vor dem Kiosk selbstgemachte Torten und Kuchen kredenzen lassen. Wer beim Anblick des planschenden Nachwuchses selbst Bewegungsdrang verspürte, der stürzte sich ins Sprungbecken, drehte ein paar Bahnen im Schwimmerbecken oder genoss die Abkühlung im Nichtschwimmerbecken. Bis zu 300 Gäste durften gleichzeitig auf das Areal, das Hygienekonzept war mit dem Landkreis abgestimmt. Für die Kinder gab es eine Rallye, bei der sie das Freibad intensiv entdecken konnten. Den Parcours hatte Silvia Ruda ausgearbeitet.

Nicht ausgeschlossen, dass das Freibad dieses Jahr ein paar mehr Besucher hat, wenn Bromer wegen der Pandemie nicht in den Urlaub fahren. Doch natürlich gibt es Schattenseiten. Weil noch keine Schwimmkurse wieder angeboten werden können, fürchtet Bromes DLRG-Ortsgruppenleiter Ralf Bettermann, dass ein kompletter Jahrgang von Schwimm-Anfängern fehlen wird. Auch Erste-Hilfe-Kurse anzubieten, sei weiterhin problematisch.

Gerade auch für alle Daheimbleibenden will die Samtgemeinde Brome die Öffnungszeiten des Freibads erweitern, wie Rathauschefin Peckmann gestern sagte. Für die Zeit der Ferien soll auch montags bis freitags von 9 bis 12 Uhr geöffnet werden. Die Zeit des Frühschwimmens wird dafür um eine halbe Stunde verkürzt (sonst 6 bis 9 Uhr, nun bis 8.30 Uhr). Die weiteren Öffnungszeiten-Blöcke sind 13 bis 16 und 17 bis 20 Uhr.

Peckmann hob die Rolle des Fördervereins hervor, der das Freibad seit 2004 unterstützt. So konnte das neue Kinderbecken auch gleich mit zwei großen Sonnensegeln und Spielzeug ausgestattet werden. Aktuell zählt der Verein 169 Mitglieder – zwei davon kamen gestern frisch dazu.

Marienhagen verriet gestern, dass bereits die Planung für ein Neptunfest im nächsten Jahr laufe: „Darauf freuen wir uns schon.“ Das im Jahr 2017 gemeinsam vom Förderverein und dem IK organisierte Neptunfest hatte einen Schub für die Verwirklichung des neuen Kinderbeckens gebracht, bei und nach der Veranstaltung waren über 30 000 Euro an Spenden eingegangen. Insgesamt kostete das Becken 130 000 Euro. Und für weitere Freibad-Projekte hat man im Förderverein schon ein paar Ideen ... VON HOLGER BODEN

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