Seilspring-Projekt der Deutschen Herzstiftung an der Grundschule Rühen / Schüler mit viel Spaß bei der Sache

Kinder zu mehr Bewegung motivieren

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Ein Seilspring-Projekt der Deutschen Herzstiftung will Kindern den Spaß an der Bewegung vermitteln. Die Grundschule Rühen machte dabei mit. Foto: Täger

Rühen. Mit Springseilen für mehr Bewegung bei Kindern sorgen: Das ist das erklärte Ziel des Projektes „Skipping Hearts“, das die Deutsche Herzstiftung in derzeit neun Bundesländern anbietet. Jüngst fand die sportlich-spaßige Aktion auch in der Grundschule Rühen statt – zwei Stunden Seilspringen standen für die Klasse 3b auf dem Stundenplan.

„Laufen, Springen, Ballspielen – was eigentlich dem natürlichen Bewegungsdrang von Kindern entspricht, gehört nicht mehr selbstverständlich zu deren Tagesablauf. So spielen viele Kinder am Computer oder schauen fern“, erläutert die Herzstiftung das Projekt und seine Hintergründe. „Eine Folge davon: Weltweit ist bereits mehr als jedes fünfte Schulkind übergewichtig.“

Mit „Skipping Hearts“ sollen Kinder zu mehr Bewegung motiviert werden. Denn wer bereits von Kindesbeinen an einen gesunden Lebensstil mit viel Bewegung und gesunder Ernährung pflege, verringere das Risiko, im Alter am Herzen zu erkranken, heißt es seitens der Stiftung weiter.

Die Mädchen und Jungen der 3b übten – angeleitet durch das Team um die Workshop-Leiterin Deborah Bilverstone – verschiedene Sprungvarianten ein: alleine, zu zweit und schließlich sogar als Gruppe.

Dass ihnen das Training dabei riesigen Spaß machte, war den Schülern deutlich anzusehen: Es wurde nicht nur gesprungen, sondern auch viel gelacht.

Diese Form des sportlichen Seilspringens, das „Rope Skipping“, eignet sich zur Schulung und Verbesserung motorischer Grundfähigkeiten sowie der Ausdauer und der Koordination. Neben den körperlichen Aspekten werde auch die Teamfähigkeit und die Frustrationstoleranz erhöht, erklärte Bilverstone. „Für Schulen ist der Workshop kostenfrei. Es gibt auch ein Materialpaket dazu.“

Zum Abschluss durften sich dann alle Klassen in der Turnhalle versammeln und sich die Ergebnisse des Workshops ansehen. Und zum großen Finale bekamen dann auch die Zuschauer ein Springseil in die Hand gedrückt und durften mitmachen.

Im normalen Sportunterricht sollen die Inhalte des Projektes weitergeführt werden, erklärte Schulleiter Berndt Bernats, der die Ziele des Projektes ebenfalls für sehr wichtig befand.

Von Alexander Täger

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