Ausschussmitglieder stimmen gegen weitere Planungen

Keine Wald-Kita in der Samtgemeinde Brome

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Auch in Voitze wird es vorerst keine Waldgruppen-Kita geben.

Samtgemeinde Brome – Die Idee zu einer Kindertagesstätte im Wald wird in der Samtgemeinde Brome zunächst nicht weiter verfolgt.

Noch immer gibt es zu wenig Betreuungsplätze in den umliegenden Gemeinden, daran ändert auch der Bau einer Sechs-Gruppen-Kita an der Rühener Grundschule nichts. Aber die Umsetzung einer Waldgruppe kommt in der nächsten Zeit wohl nicht infrage.

Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann hatte erst kürzlich daran erinnert, dass die steigenden Bedarfszahlen weiter im Blick behalten werden müssten. Auch wenn die Kindertagesstätten durch die Corona-Krise im Moment stilliegen, wird der Bedarf natürlich nicht verschwinden. Es gilt auch, den gesetzlichen Rechtsanspruch an Betreuungsplätzen zu erfüllen.

Um mehr Platz für die Kinder zu schaffen, stehen bauliche Veränderungen in Form von Neu- oder Anbauten im Raum. Durch den allgemeinen Ausfall von Rats- und Ausschusssitzungen werden die Entscheidungen wohl noch andauern, der Samtgemeinderat hatte sich noch nicht mit den aktuellen Vorschlägen beschäftigt. Welcher mögliche Standort für eine weitere Gruppe infrage kommt, ist also noch nicht geklärt.

Im Jugendausschuss Anfang März wurde aber empfohlen, dass es wohl in naher Zukunft keine Waldgruppen-Kita in der Samtgemeinde geben soll. Weder in Voitze, noch in Ehra. Die Mehrheit der Mitglieder sprach sich gegen eine Umsetzung des Konzepts aus.

Vor allem bei Ratsfrau Astrid Leibach von den Grünen stieß diese Entscheidung auf Unmut, sie hatte sich ausdrücklich für den Antrag ausgesprochen. Sie hatte dabei aber an den Standort Voitze gedacht. Eltern hätten ihr bereits mehrfach mitgeteilt, dass es Bedarf und den Wunsch gebe. Der im Ausschuss vorgelegte Antrag bezog sich jedoch auf eine potenzielle Wald-Kita in Ehra, ganz zu Leibachs Unverständnis. In Ehra, so die Verwaltung, hätte es aber bereits einen Bauwagen im Wald gegeben. Der Standort sei demnach attraktiver. Die Mehrheit der Ausschussmitglieder konnte sich aber auch für Ehra nicht begeistern.

Peckmann führte mögliche Gründe zur Ablehnung an. In Ehra würde nämlich auch ohne eine entsprechende Einrichtung viel Zeit in der Natur verbracht werden. Für eine richtige Wald-Kita würde jedoch organisatorisch einiges mehr zu beachten sein. Angefangen von der gleichen Anzahl Betreuer, die in einem Waldkindergarten anstatt 25 nur 15 Kinder betreuen.

In Zeiten, in denen trotz Großprojekten wie dem Neubau in Rühen die Plätze nicht ausreichen, eine nicht umsetzbare Idee, sagte Peckmann.

VON HILKE BENTES

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