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Keine E-Ladestation für Parsau

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Von: Pascal Patrick Pfaff

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Elektroauto wird aufgeladen
Eine öffentliche E-Ladestation wird es in Parsau nicht geben. Der Gemeinderat hat die Idee verworfen, nachdem die Kosten davongaloppierten. © Patrick Pleul

Parsau – Das war’s mit der E-Ladestation für Parsau. Der Gemeinderat hat das Thema in seiner Sitzung am Mittwoch endgültig zu den Akten gelegt. Die einhellige Meinung unter den Ratsherren und -frauen: zu teuer.

Laut Parsaus Bürgermeisterin Kerstin Keil (CDU) stand die Angelegenheit schon oft auf der Tagesordnung des Gemeinderates. 2020 beschloss dieser sogar, die Anlage auf der Fläche des alten Rückhaltebeckens beim Neubaugebiet „Kälberanger“ errichten zu wollen. Damals lag ein Angebot über 8000 Euro vor, das Land Niedersachsen hätte dies mit maximal 3000 Euro Förderung bezuschusst. Ein Netzanschluss wäre der Gemeinde mit knapp 4000 Euro berechnet worden, wovon bis zu 60 Prozent hätten gefördert werden können (das IK berichtete).

Dies alles ist nun nichtig. Hatte sich der Gemeinderat in der jüngeren Vergangenheit noch darauf geeinigt, den Standort ins Bürgerzentrum zu verlegen, gibt es mit der Entscheidung vom Mittwoch nun doch keine öffentliche Stromtankstelle für das Dorf.

30 000 Euro für Kabelverlegung

Keil: „Die angedachte E-Doppelladestation kostet über 20 000 Euro. Hinzu kommt, dass hierfür eine Leitung vom Trafohaus bis zum Restaurant Athen verlegt werden müsste, die noch einmal 30 000 Euro verschlingen würde.“ Eine Investition, die so groß ist, „dass es besser wäre, die Sache zu kippen.“ Zumal laut Keil alle Neubauten in Parsau mit Ladeboxen ausgestattet sind.

Christine Siegemund (SPD) sah das Projekt in diesem Kontext auch als hinfällig an: „Es macht einfach keinen Sinn, da sich die Sache auch nicht rechnet.“ Eine Ansicht, die auch Steven Klatt (CDU) teilte. Seiner Meinung nach „verbrenne“ die Gemeinde mit einer solchen Anlage eher ihr Geld, statt hiermit etwas zu verdienen: „Es würde kaum jemand zum Bürgerzentrum hinkommen und die Anlage nutzen. Die Parsauer, also Leute aus dem Ort, haben doch ihre Ladestation zu Hause.“

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