Ohresee: Gemeinderat Brome vertagt Tagesordnungspunkt

„Kein Wegebau, kein Förderverein“

+
Die Wege um den Ohresee sorgten bei der jüngsten Sitzung des Bromer Gemeinderats für Diskussionen. Fragen zu einem möglichen Förderverein, den Planungen und Fördermitteln sorgten dafür, dass der Punkt von der Tagesordnung genommen wurde.

Brome. Die Entscheidung, ob ein Förderverein Ohresee gegründet werden soll oder nicht, hat der Bromer Gemeinderat vertagt. Klärungsbedarf besteht noch im Detail der Aufgaben.

Lothar Hilmer (FWG) hatte die Idee, einen Förderverein Ohresee zu gründen. Das begrüßte nicht nur Bürgermeister Gerhard Borchert, sondern auch die Mitglieder des Verwaltungsausschusses. „Es wäre gut, wenn es einen Ansprechpartner für die unterschiedlichen Themen und Probleme rund um den See geben würde.“ Jedoch machte der Bürgermeister deutlich, dass der Verein nicht gegen den Flecken und dessen Interessen arbeiten dürfte und die umweltrechtlichen Auflagen einzuhalten seien. Und schließt das Thema Wegebau unter anderem mit ein.

„Das Hauptthema sind nunmal die Wege und als Förderverein dürften wir die Wege nicht anfassen – dann können wir den Förderverein vergessen“, beklagt Hilmer. Dem entgegnete Borchert: „Ich verstehe den Verein als Ansprechpartner. Wir sind in der Planung sehr weit, auch was die Wege betrifft.“ Adolf Müller (FWG) monierte, dass die Gemeinde für einen Planer tausende Euro ausgibt, obwohl Hilmer eine Kalkulation aufgestellt hatte, die wesentlich günstiger sei. „Wollen wir Fördermittel haben, benötigen wir einen Planer. Das sieht anders aus, wenn wir das Projekt ‘privat’ umsetzen würden – dann stellt sich aber auch die Frage, wer die Verantwortung übernimmt“, sagte Borchert.

Das bestätigte Jürgen Bammel (FWG) und ergänzte: „Es sollen Fördermittel abgegriffen werden, aber niemand weiß, wie hoch und wofür. Es geht um die Grünanlagen und das Gewässer. Dafür muss aber ein Paket geschnürt werden.“ Enttäuscht von Hilmers Rückzug zeigte sich Ulrich Dörrheide (CDU): „Der Ohresee besteht ja nicht nur aus Wegen, es ist ein großer Komplex, wo es viel zu tun gibt und der Förderverein mit unterstützen kann.“ Adolf Bannier (FDP) sieht das Ganze als positive Sache an und ist auch der Ansicht, dass man sich über ein Konzept Gedanken machen sollte. Dafür solle die Verwaltung einen Vorschlag vorlegen. Außerdem wies er daraufhin, dass es beim Amt für regionale Landesentwicklung eine maximale Fördersumme von 200 000 Euro gebe.

Von Carola Hussak

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare