Parsau: Bürgermeisterin will Ortsdurchfahrt umgestalten / Renaturierung für Dorfteich in Ahnebeck geplant

Keil hofft auf die Dorferneuerung

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Parsau hofft auf die Aufnahme in das Dorferneuerungsprojekt. Auch die Ortsdurchfahrt soll neu gestaltet werden, am besten parallel zur Erneuerung der Ortsmitte.

Parsau. Zwar ist der Haushalt noch nicht verabschiedet, aber die Gemeinde Parsau steht finanziell gut da. Dennoch macht Bürgermeisterin Kerstin Keil ganz deutlich: „Wir wollen keine Rieseninvestitionen machen, sondern nur das Nötigste umsetzen.“

Kerstin Keil

Fest im Blick hat sie dabei die Hoffnung auf Förderung durch die Dorferneuerung: „Zwar müssen wir erst einmal abwarten, ob wir aufgenommen werden, aber wenn es so sein sollte, dann müssen wir finanziell auch fähig sein, geplante Sachen umzusetzen beziehungsweise die Kofinanzierung leisten zu können.“ So stehen beispielsweise die Erneuerung der Parsauer Ortsdurchfahrt und die Installation einer Dunkelampel an der Kirche auf der Agenda. An der Schule soll der Parkplatz gebaut werden, die Straßenbeleuchtung soll auf LED umgestellt werden. „Bei den Straßenlaternen müssen auch die Abstände verringert werden. Diese betragen zum Teil 70 Meter – das ist viel zu viel“, weiß Keil. Der Dorfteich in Ahnebeck soll renaturiert werden. Dafür hofft die Gemeinde auf einen positiven Förderbescheid.

„Fertig werden kann das Baugebiet in diesem Jahr nicht. Aber nach Fertigstellung müssen wir an die Zufahrtsstraße Klingenberg ran“, erzählt Keil. Am Klingenberg soll auf drei Bauplätzen ein Komplex für betreutes Wohnen entstehen, mit zehn bis zwölf Wohneinheiten. „Angeboten werden Wohnungen für ein oder zwei Personen. Angebote können die Bewohner individuell dazubuchen. Wir merken immer mehr, dass auch auf dem Dorf die Nachfrage steigt. Viele wollen auch im Alter dort wohnen bleiben“, so Keil. Je nach Nachfrage könnte das Projekt ausgebaut werden.

„Werden wir in die Dorferneuerung aufgenommen, wird in diesem Jahr lediglich mit den jeweiligen Projekt-Planungen begonnen. Viele Maßnahmen werden dann erst 2019 umgesetzt“, sagt Keil und hofft auf das Verständnis der Bürger.

„Der Radweg nach Rühen inklusive Querungshilfe am Ortsausgang ist Landessache und obliegt nicht unserer Planung. Aber wir wären froh, wenn wir uns mit einer neuen Ortsdurchfahrt anhängen könnten.“ Das, so Keil, mache nur Sinn, „wenn das parallel zur Erneuerung der Ortsmitte erledigt wird“.

So gut wie fertig ist der barrierefreie Eingang zum Gemeindebüro. Dort fehlt nur noch das Geländer. Ebenfalls barrierefrei sind die Bushaltestellen in der Gemeinde. In diesem Jahr werden die Haltestellen in Croya Richtung Tülau und in Parsau an der Bergfelder Straße umgebaut. Dann ist das Thema auch vom Tisch.

Noch besser anlaufen könnte die Mitfahrerbank. Keil: „Ich denke, viele Bürger scheuen sich, die Bank zu benutzen. Oder sie haben ein gutes Netzwerk zu Hause, dass sie die Bank nicht brauchen – das wäre natürlich auch toll.“ Manche Projekte würden eben Zeit benötigen, und die Gemeinde kostet das Projekt keinen Cent. Rund 20 Bürger haben sich einen Aufkleber für ihr Auto vom Gemeindebüro abgeholt, der sie ausweist, Personen mitnehmen zu dürfen.

Von Carola Hussak

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