Bergfelder Verein setzt sich gegen Hunger und Armut in Kunduz ein 

Katachel übergibt Weihnachtshilfe für 420 Witwen und ihre Kinder

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Über Geld und Kanister mit Speiseöl, die der Verein Katachel gespendet hatte, freuten sich die Witwen mit ihren Kindern im afghanischen Kunduz.

Kunduz/Bergfeld. Heiligabend jemandem mit Geschenken eine Freude machen, was gibt es Schöneres. „Ja, das gibt es, zum Weihnachtsfeste an 420 notleidende Witwen und ihre Kinder sowie Behinderte, Kanister mit Speiseöl und Geld zu verteilen,“ berichtet Sybille Schnehage, Vorsitzende des Vereins Katachel.

Sie freut sich, dass mit dieser Hilfsaktion vielen hungernden Frauen und Kindern in Kunduz geholfen werden kann. „Jeden Tag kamen per E-Mail viele, viele Fotos, die den deutschen Spendern die Hilfe für ihre Paten dokumentieren.“

So waren die Weihnachtstage im Bergfelder Vereinsbüro mit Arbeit am Computer ausgefüllt.

Zur Eröffnung der Hilfsaktion waren auch viele Offizielle der Kunduzregierung gekommen, die sich lobend auch über das Nähprojekt des Vereins aussprachen, denn es wurde den 36 Schülerinnen des Nähkurses jeweils eine Nähmaschine übergeben, eine große Hilfe bei der Existenzgründung in der so leidenden Region.

In den nächsten Tagen werden auch wieder zwei der Schulbauten fertig, wobei man auf der Internetseite katachel.de oder auch auf Schnehages Facebookseite alle Baufortschritte verfolgen kann. Bildung und Existenzgründung, sowie Arbeitsplätze, nur damit könne man Fluchtursachen bekämpfen und den Menschen in ihrer Heimat eine Chance geben.

„Leider werden die Entwicklungsgelder vom Ministerium für die Hilfe in Kunduz drastisch gekürzt, obwohl die Politiker davon reden, in Afghanistan die Fluchtursachen deutlicher zu bekämpfen. So sind irritierenderweise die Worte und die Taten nicht konform,“ bedauert Sybille Schnehage die Erschwernis ihrer Arbeit in Kunduz.

Wer helfen möchte, vor Ort die Menschen zu unterstützen, spendet an: Katachel e.V. IBAN DE24 2695 1311 0014 1600 06.

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