Vereinsvorsitzende Sybille Schnehage hat neues Projekt in Planung / Ziel: Existenz für junge Mädchen in Kunduz schaffen

Katachel erhält wieder Spendensiegel

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Sybille Schnehage möchte in einem neuen Projekt junge Mädchen in Afghanistan im Nähen ausbilden. Einige ältere Frauen verdienen sich damit bereits ihren Lebensunterhalt.

Bergfeld/Kunduz. Der Verein Katachel ist erneut mit dem Spendensiegel des Deutschen Zentralinstituts für soziale Fragen (DZI) ausgezeichnet worden.

„Damit ist die gute Arbeit des Vereins bestätigt worden, denn durch engagierte Ehrenamtlichkeit und Transparenz kann der Verein im afghanischen Kunduz, gerade für die ärmsten Menschen der Region, viel bewegen“, freut sich die Vorsitzende Sybille Schnehage.

Das DZI überprüft in jedem Jahr die Bilanz und die Arbeit der beantragenden Vereine und konnte schon seit Jahren immer das Gütesiegel an die Bergfelder Hilfsorganisation aushändigen.

„Wir müssen das Gütesiegel in jedem Jahr neu beantragen“, erklärt die Bergfelderin im IK-Gespräch. Das ist erst möglich, wenn die Jahreshauptversammlung gelaufen ist und die Bilanzen vorliegen. Dann, so Schnehage, dauert es etwa drei Monate, bis das Spendensiegel vergeben wird.

Ausruhen kommt für die engangierte Bergfelderin trotzdem nicht in Frage. Schließlich hat haben sie und ihre Mitstreiter schon das nächste Projekt fest im Visier: In einem Ausbildungsprojekt sollen Mädchen im Alter von 15 bis 17 Jahren nähen lernen. „Ziel des Ganzen sind natürlich Existenzgründungen und die damit verbundene Nachhaltigkeit“, informiert Schnehage.

Noch ist alles in Planung. Fertig ist bislang der Raum, wo die Mädchen unterrichtet werden sollen und dass zwei Lehrerinnen eingestellt werden. Konkreter werde das Projekt, wenn die Vereinsvorsitzende im September wieder nach Afghanistan fliegt. Zunächst möchte Schnehage zehn Nähmaschinen kaufen. Angeschafft werden müssen auch noch Tische und Stühle. Vier Wochen werden die Mädchen unterrichtet – vormittags geht es in die Schule, nachmittags nehmen sie am Projekt teil – dann soll die nächste Gruppe unterrichtet werden.

„Ich habe noch keine Ahnung, wie groß die Gruppen werden. Mädchen gibt es in jedem Fall genug“, weiß Schnehage. Ideal wäre es, wenn jedes Mädchen nach dem Projekt eine Nähmaschine mit nach Hause nehmen könnte. Das sei aber abhängig von den Finanzen. Auch ist die Frage noch offen, ob sich eventuell zwei Mädchen eine Nähmaschine teilen – dann könnte eine die Schnittmuster anfertigen und die andere nähen. Schnittmuster will die Bergfelderin im September schon mal mit nach Kunduz nehmen.

Von Carola Hussak

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