Jugendliche arbeiten sich durch die Heide

Jugendwehren Brome pflegen zwei Hektar Landschaft – Aktion mit der LSW findet seit 1984 statt

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Über 40 Mitglieder der Jugendwehren der Samtgemeinde Brome reinigten am Samstagmorgen die Bickelsteiner Heide beim VW-Prüfgelände in der Gemarkung Ehra. 

Ehra-Lessien. Über 40 Mitglieder der Jugendwehren der Samtgemeinde Brome reinigten zwei Hektar Heidelandschaft bei Ehra-Lessien. Die Aktion findet seit über 30 Jahren statt.

Es waren schließlich einige Dutzend Mädchen und Jungen aus den zehn Jugendwehren der Samtgemeinde, die sich am Sonnabendvormittag in Nebel und klammer Kälte auf dem Parkplatz des Volkswagen-Prüfgeländes bei Ehra-Lessien versammelt hatten. Sie waren der Einladung von Gemeindejugendwart Phil Mertens gefolgt und traten an, um die nahe Bickelsteiner Heide von Gehölz-Anflug zu befreien – mittlerweile zum 34. Mal.

Die Reinigungsaktion fand zum ersten Mal bereits 1984 statt. Einer der Initiatoren war Reinhard Behrens: „Damals schloss die Jugendfeuerwehr mit der LSW (damals LandE) eine Partnerschaft, die wir bis heute beibehalten haben.“

Die jungen Leute und ihr Kommando verpflichteten sich, einmal im Jahr wildwachsende junge Kiefern und Birken zu entfernen. Ansonsten bestehe die Gefahr, dass die Trasse des Energieversorgers mit Büschen zuwächst, aber auch mit hohen Bäumen, die Masten und Leitungen gefährden könnten, erläuterte Behrens.

Zugleich leistet der Feuerwehrnachwuchs einen Beitrag zur aktiven Landschaftspflege: Durch seinen Einsatz wird ein Stück ökologisch wertvoller Kulturlandschaft in der Gemarkung Ehra erhalten.

Es gibt drei Flächen in der Nähe des Testgeländes, die in jährlichem Wechsel bearbeitet werden. Auf mehr als zwei Hektar von insgesamt neun bemühten sich die Nachwuchs-Brandschützer diesmal, die Besenheide-Landschaft wiederherzustellen. Das ging nicht ohne Anstrengungen. Da waren in den Pausen die Gummibärchen willkommen, die Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann mitgebracht hatte. Peckmann dankte in ihrer Begrüßung den jungen Leuten für ihren ehrenamtlichen Einsatz. Dem schlossen sich Ehra-Lessiens Bürgermeister Jörg Böse und der Gemeindebrandmeister Frank Mosel an.

Doch ganz umsonst trat der Nachwuchs der Blauröcke nicht an: Von der LSW und vom Landkreis erhalten sie als Lohn insgesamt 1.700 Euro. „Damit könnt ihr wieder euer Zeltlager finanzieren“, erklärte Peckmann.

Zum Abschluss des Umwelttages gab es – auch das ist Brauch seit vielen Jahren – eine gemeinsame Mahlzeit in den Räumen der Feuerwehr Ehra-Lessien. In geselliger Stimmung fand die Aktion so ihren Abschluss.

Von Horst Michalzik

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