Jugendausschuss der Samtgemeinde Brome zieht positive Bilanz für 2016

Jugendtreffs: Toleranz gewachsen

Ein Erfolg war im vergangenen Jahr das Beachvolleyballturnier, an dem zum ersten Mal auch gemischte Mannschaften mit Gästen aus dem Iran teilnahmen. Foto: Archiv
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Ein Erfolg war im vergangenen Jahr das Beachvolleyballturnier, an dem zum ersten Mal auch gemischte Mannschaften mit Gästen aus dem Iran teilnahmen.

Brome. Auch die Jugendtreffs der Samtgemeinde Brome sind in Kürze „online“: Christina Jensch, zuständig für Jugendtreffs und Jugendarbeit, berichtete in der Sitzung des Jugend-, Sport- und Sozialausschusses am Dienstag im Rathaus, dass die meisten Treffs bereits mit Laptops ausgestattet seien.

Die restlichen würden bald versorgt. Ein Schwerpunkt der Arbeit mit den Jugendlichen sei im vergangenen Jahr der Umgang mit Flüchtlingen gewesen.

Hauptsächlich die Treffs in Brome und Parsau würden von Flüchtlingskindern- und Jugendlichen besucht. Die Honorarkräfte hätten sich darauf einstellen müssen, besonders, was die Ernährung betrifft – gilt es doch die traditionellen Einschränkungen der Neuen zu berücksichtigen. Diese haben sich aber sehr gut integriert. Nennenswerte Probleme seien in diesem Zusammenhang nicht aufgetaucht: Es sei im Gegenteil durch den engen Kontakt unterschiedlicher Nationalitäten die Toleranz spürbar gewachsen.

Die Jugendpflege betreibt sechs Treffs, in Bergfeld, Brome, Ehra, Parsau, Rühen und Tiddische. In einigen Einrichtungen ist zusätzlich an einem Tag in der Woche ein Kindertreff installiert. Diese werden von Kindern zwischen sechs und zwölf Jahren sehr gut genutzt. Die Besucherzahlen wachsen dort stetig. Jensch erklärt: „In diesem Jahr haben wir zum ersten Mal den Übergang vom Kindertreff in den Jugendtreff als begleitende Phase vollzogen. Das war sehr erfolgreich und trug dazu bei, anfängliche Ängste der 12- und 13-Jährigen zu beseitigen.“

Ein Beachvolleyballturnier hat die Jugendpflege zum dritten Mal im Freibad Brome veranstaltet: Mit acht Mannschaften war es restlos ausgebucht. Diesmal stand das Motto „Integration“ im Vordergrund, denn zwei Mannschaften aus Parsau waren gemischt. Es spielten Flüchtlinge aus dem Iran mit Deutschen um Pastor Karl-Heinz Wegner, und sie waren sehr erfolgreich, belegte doch die gemischte Mannschaft „Schnürschuh“ den dritten Platz. Dieses Turnier soll künftig einmal jährlich stattfinden, betonte Christina Jensch.

Im sechsten Jahr in Folge fand das Fest „Spiel und Spaß im Freibad Brome“ statt. Auch diesmal waren wieder Besucher aus der Partnerstadt Landesbergen dabei. Zehn Honorarkräfte, vor allem aus den Jugendtreffs, boten viele lustige Aktionen an. Die Höhepunkte waren wieder die Schaumkuss-Wurfmaschine und die Wasserbomben-Schlacht.

Für die Mädchen waren die Gestaltung von Armbändern und das Flechten von bunten Zöpfen besonders attraktiv.

Von Horst Michalzik

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