Schützengesellschaft Parsau-Ahnebeck feiert 125-jähriges Bestehen mit Kommers

Zum Jubiläum gibt es einen General

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Der Ehrenrat und König Ingo Meyer (3.v.r.) mit dem neuen General Udo Kasubke (Mitte).

ard Parsau. Die neue Majestät der Schützengesellschaft Parsau-Ahnebeck steht schon seit sechs Wochen fest. An diesem Wochenende feierten die Schützen jetzt am Bürgerhaus ihr Schützenfest samt 125-jährigem Jubiläum.

Zum Kommers am Freitag waren neben Abordnungen vieler benachbarter und befreundeter Vereine auch Vertreter aus Politik, Verwaltung, dem KSB und dem Kreisschützenverband geladen. Der Abend begann mit einer Überraschung für den Oberst und Vorsitzenden der Schützengesellschaft, Udo Kasubke. Die hatte sein Stellvertreter Henning Ellenberg parat, der sich dafür den Ehrenrat und die aktuelle Majestät Ingo Meyer zur Seite holte.

Hans-Herbert Böhme (v.r.) und Silke Hemp vom KSB überreichten die Ehrungen des LSB und des KSB an General Kasubke.

Ehrenbürger Hans Keil las die Laudatio für Kasubke, der dann – als Erster seit den 1960er Jahren, als Bruno Lichtnack General war – von Schützenkönig Ingo Meyer zum General befördert wurde. „Du bist ja als Taukömer 1994 von Adenstedt nach Parsau gekommen. Und schon in Adenstedt warst du von 1985 bis 1990 als Vorsitzender des dortigen Vereins dem Schützenwesen verbunden“, begann Keil. Nach seinem Eintritt 1995 in die Schützengesellschaft wurde Kasubke 1998 zweiter Kassierer und von 2000 bis 2010 Vorsitzender. „Du hast den Verein mit sicherer und ruhiger Hand gleitet, warst dann 2010 bis 2014 Zugführer des zweiten Zuges.“ Nach „heftigen Turbulenzen“ durch Querelen in der damaligen Doppelspitze aus Oberst und Vorsitzendem übernahm Kasubke 2013 erneut die Führung des Vereins, ab dann in Doppelfunktion als Oberst und Vorsitzender. „Durch Deinen Einsatz und den Deiner Familie wurde die alte Schützentradition erhalten und weitergegeben. Der Verein hat damit seinen Platz in Parsau behauptet“, schloss Keil.

Nunmehr als General berichtete Kasubke aus der Chronik des Vereins. Seit 1904 wurde der Fähnrich ausgeschossen, der heute Jungschützenkönig heißt und der damals Vorsitzender der Jungen Gesellschaft wurde.

Hot Asphalt mischten das Festzelt mit keltischer Folklore auf.

Zwei Mark Strafe kostete das zweimalige Vorbeischießen an der Scheibe, die Nichtteilnahme am Schießen sogar drei Mark. Dafür bekamen Königshaus und Fähnrich ein Salär von 40 und 10 Mark, die sich in der Inflationszeit auf jeweils 50000 Mark vervielfachten. Beachtliche Schießerfolge gab es nach dem Zweiten Weltkrieg, aber erst seit 1972 verfügt der Verein über eine Satzung, berichtete Kasubke.

Plakette und Ehrungen zum Jubiläum vom Landes- und dem Kreisportbund gab es durch den KSB-Vorsitzenden Hans-Herbert Böhme. Untermalt wurde der Samstag durch den Musikzug aus Leiferde/Braunschweig. Am Samstag nach dem Kinderfest (Bericht folgt) gab es die Abendvesper – und danach erklangen andere Töne. Hot Asphalt hängten die irische Fahne an die Wand. Zur flotten keltischen Folklore gab es irisches Bier im Festzelt unter den Eichen.

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