Betreiberinnen kommen aus Tülau

Croyas Dorfgemeinschaftshaus ist jetzt ein Corona-Schnelltestzentrum

Eine Frau wird in Croya auf das Corona-Virus getestet.
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Ab sofort können sich Bürger in Croya testen lassen. Und das ganz ohne Termin.
  • Hilke Bentes
    vonHilke Bentes
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Croya – In Croyas Dorfgemeinschaftshaus befindet sich nun das insgesamt 18. Corona-Schnelltestzentrum im Landkreis Gifhorn. Zwei junge Frauen aus der Gemeinde Tülau werden sich an fünf Tagen die Woche für das kostenlose Testangebot verantwortlich zeigen. Eine Terminvereinbarung ist dabei nicht erforderlich – das macht das Zentrum an der B 244 flexibel.

Wer das Testzentrum in Croya besucht, dem begegnen klare Strukturen: Pfeile und Schilder zeigen den Weg durch das Einbahnstraßensystem im umfunktionierten Dorfgemeinschaftshaus, welches von der Gemeinde Parsau kostenlos zur Verfügung gestellt wird. Geradeaus eintreten, dann folgt schon die Anmeldung. Für die Erfassung der benötigten Daten wird vorerst auf die herkömmlichen Formulare zurückgegriffen. Die PassGo-App wollen Lea-Sophie Göth und Christiane Klein – die beiden Verantwortlichen des Zentrums – aber auch noch in den Alltag integrieren. „Aber jetzt wollten wir erst mal anfangen“, erklärte Klein bei der Begehung der Räumlichkeiten. Schon bald soll dann aber auch die PassGo-App den Testalltag erleichtern.

Landrat Dr. Andreas Ebel, Samtgemeindebürgermeisterin Manuela Peckmann und Parsaus Bürgermeisterin Kerstin Keil warfen am Dienstag (25. Mai) einen Blick auf das umfunktionierte Gebäude, bevor es dann losgehen sollte. Sie zeigten sich zufrieden mit der raschen Abwicklung und der Organisation. „Das Testzentrum vervollständigt die Versorgung des Landkreises im Osten. Wir sind gut ausgestattet“, fand der Landrat. Er wünschte sich, dass viele Menschen auf das Testangebot zurückgreifen – schließlich sei das Testen neben dem Impfen und der Einhaltung der AHA-Regeln weiterhin die wichtigste Maßnahme im Kampf gegen das Corona-Virus. Als „astreinen Standort“ bezeichnete Parsaus Bürgermeisterin die gute Anbindung an die Bundesstraße. „Wir hatten es ja nach Wittingen oder nach Ehra schon noch weit“, sagte Keil. Umso glücklicher war sie, dass nun ein Zentrum zur Verfügung steht und die Absprachen mit dem Landkreis gut funktionierten.

Andere Standortmöglichkeiten gab es aber auch, wie Rathauschefin Peckmann erklärte. „Gerade mit Blick auf Rühen waren auch dortige Gebäude im Gespräch.“ Die Möglichkeiten in Rühen – die mit Abstand einwohnerstärkste Kraft in der Samtgemeinde Brome – seien jedoch nicht so gut einsehbar gewesen. „Die Voraussetzungen in Croya sind da schon sehr gut, auch für das Parken.“

Die beiden Tülauerinnen Göth und Klein hatten das Geschehen rund um die Entstehung von Testzentren früh beobachtet und sich selbst als potenzielle Betreiber beim Landkreis gemeldet, um mithilfe ihrer medizinischen Vorkenntnisse etwas zur Bekämpfung des Corona-Virus beizutragen. Um eine persönliche Bereicherung, das betonten die jungen Frauen, ginge es ihnen nicht.

Der Landkreis kann in Sachen Testzentrum Drittanbieter beauftragen. „Wir haben dann unser Konzept erstellt und nun kam die Nachricht, dass es Croya geworden ist“, freute sich Klein. Sie selbst ist nach absolviertem Studium angehende Apothekerin, Göth hat ihr Studium ebenfalls im Gesundheitsbereich abgeschlossen und zuvor eine Ausbildung als Gesundheits- und Krankenpflegerin absolviert. Sie freuen sich, dass sie nun zur Eindämmung des Corona-Virus beitragen können.

Öffnungszeiten im Corona-Schnelltestzentrum Croya, Schulstraße 3:

• Dienstag und Donnerstag von 15 bis 18 Uhr

• Freitag und Samstag von 9 bis 12 Uhr

• Sonntag von 10 bis 13 Uhr

Eine Terminvereinbarung ist unter der Rufnummer (0174) 7103744 möglich, aber nicht erforderlich.

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