Geselliges Fest am Bienenlehrpfad / Jugendarbeit und der Austausch untereinander sind wichtig

Imkerverein Tülau feiert 130. Geburtstag

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Gemütliches Beisammensein: Die Mitglieder des Imkervereins Brome feierten am Sonnabend das 130-jährige Vereinsbestehen.

Tülau. 130 Jahre Imkerverein Brome: Diesen runden Geburtstag feierten die Vereinsmitglieder um ihren Vorsitzenden Otto Kisser am Sonnabend mit einem gemütlichen Beisammensein am Bienenlehrpfad bei Tülau.

Die Ursprünge des Vereins gehen zurück auf den 14. März 1886. Damals schlossen sich 25 Imker aus der nordwestlichen Altmark und den angrenzenden hannoverschen Gebieten in Zicherie zur „Freien Imkervereinigung Eintracht“ zusammen. Vereinsvorsitzender wurde der Ahnebecker Heinrich Böse. Nach der Teilung Deutschlands wurde die Vereinigung dann gesplittet: Sparten entstanden in Klötze und in Beetzendorf, und auf der niedersächsischen Seite der Imkerverein Brome.

Auf dem Bienenlehrpfad gibt es viel Anschauungsmaterial.

Das geht aus der Chronik des Imkervereins Klötze und Umgebung hervor – und aus alten Protokollbüchern. Den Klötzern sei es zu verdanken, dass die Bromer Imker um ihre Geschichte wissen, berichtet Kisser. Nach der Wiedervereinigung gab es ein Treffen beider Vereine. „Es war ein richtig fröhliches Fest.“ Und dabei seien auch die gemeinsamen Wurzeln der Vereine zu Tage getreten. Bis heute bestehe mit den Klötzern ein freundschaftlicher Kontakt. Auch an historische Protokolle seien die Bromer durch ihre Nachbarn gelangt.

Viel habe sich verändert, meint Kisser, der dem Verein seit 1977 angehört und ihn schon seit 1988 leitet. Zum Beispiel hätten einst Bienenkörbe als Behausungen für die fleißigen Insekten gedient, inzwischen werden Magazin-Beuten verwendet. Zu einer Bedrohung für die Bienenvölker ist der Befall durch Varroa-Milben geworden.

Nicht nur, aber auch deshalb, ist eines noch genauso wichtig wie vor 130 Jahren: der Austausch untereinander. „Man lernt andere Meinungen kennen, das ist super“, befindet Kisser. Einen großen Stellenwert hat die Nachwuchsarbeit: Wie bisher sollen weiterhin junge Leute an die Imkerei und die Mitwirkung im Verein herangeführt werden, lautet das erklärte Ziel.

Wen das Imkern interessiert und damit anfangen möchte, sollte zunächst den Umgang mit Bienen erlernen, empfiehlt Kisser. Über den Verein könnten entsprechende Schulungen belegt werden. „Alle Imker stehen mit Rat und Tat zur Seite.“

Bei Fabian Taeger, mit 21 Jahren derzeit jüngstes der insgesamt 35 aktiven Mitglieder, ist der Funke bereits als Kind übergesprungen. Schon früh war er mit Kisser bei den Bienen, mit zehn Jahren trat er dem Verein bei. Er sei schon immer gern draußen gewesen, erklärt Taeger. „Später habe ich verstanden, welche wichtige Rolle Bienen spielen.“

Von Alexander Täger

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