Baugebiet, Ortsdurchfahrt und EPS

IK-Ausblick 2019: Viel zu tun gibt es im neuen Jahr in Parsau

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Die Parsauer Ortsausfahrt in Richtung Rühen wird sich sehr verändern: Ein Nahversorger soll hier angesiedelt werden, dazu kommen 2020 dann ein Radweg, eine Querungshilfe und die Erneuerung der Ortsdurchfahrt. 

Parsau – Im kommenden Jahr soll viel passieren in der Gemeinde Parsau: Vom Baugebiet über die Raupenbekämpfung bis hin zum Radweg soll einiges in Angriff oder in die Wege geleitet werden.

Bürgermeisterin Kerstin Keil verrät im IK-Gespräch die Agenda 2019.

Ein neues Baugebiet

„Wir haben für teures Geld Bauland gekauft“, berichtet Keil. Der B-Plan für das neue Baugebiet mit dem Projektnamen „Kälberanger III“ ist bereits aufgestellt. „Das wird der lang ersehnte Lückenschluss zwischen Parsau und Ahnebeck.“, freut sich die Bürgermeisterin. Wenn die Grundstücke nordwestlich der Bundesstraße 244 bebaut sind, werden die beiden Ortschaften zusammengewachsen sein. Etwa 30 Bauplätze sollen dort entstehen. „Und wir haben bereits eine Warteliste mit vielen Interessenten“, berichtet Keil. Das freue sie sehr, denn es zeige, dass man gut und gerne in Parsau lebt. Umso wichtiger sei es, das Projekt schnell voranzutreiben. „Ich wünsche mir, dass wir im Herbst mit dem Verkauf der Grundstücke beginnen können“, sagt Keil und sieht das als realistisches Ziel, sofern alles wie geplant läuft.

Nahversorger an der B 244

Um die Lebensqualität im Ort weiter zu steigern, wünscht man sich seit langem einen Supermarkt für Parsau. Bereits im letzten Jahr hatte man entsprechende Verhandlungen mit einem Nahversorger aufgenommen. „Das sieht gut aus“, berichtete Keil. „Wenn alles klappt, entsteht links der Ortsausfahrt in Richtung Rühen eine Einkaufsmöglichkeit.“ Da aber noch nicht alles geklärt ist, will sie vorerst keine Einzelheiten nennen. Aber im Laufe des Jahres könnte alles unter Dach und Fach sein.

Radweg, Querungshilfe und Ortsdurchfahrt

Langfristig wird sich die Gestalt der Ortsausfahrt Richtung Rühen wohl noch weiter verändern. „Wir bekommen endlich den Radweg“, freut sich Keil. Die Planung für die Verbindung nach Rühen, die ebenfalls links der B 244 verlaufen soll, habe bereits begonnen. „Gebaut wird allerdings wohl erst 2020“, sagt Keil. Zum Radweg würde dann nicht nur eine neue Querungshilfe entstehen. „Die gesamte Ortsdurchfahrt soll saniert werden.“ Dann würden auch neue Bürgersteige und eine neue Beleuchtung das Ortsbild prägen. Letztere seien Aufgabe der Gemeinde, man hole für andere Stellen bereits Angebote für Lampen ein.

Beleuchtung nach modernen Standards

Das gilt beispielsweise für Kaiserwinkel. Denn man will auf LED-Technik umsteigen. „Die Modernisierung ist überfällig“, berichtet Keil. „Die Beleuchtung ist alt und lückig.“ Teilweise stünden die Lampen mit 70 Metern doppelt soweit auseinander, wie der moderne Standard es vorsieht. Die Maßnahmen würden sich laut der Bürgermeisterin sogar schnell rechnen: „Die marode Technik verursacht jedes Jahr hohe Reparaturkosten.“

Keine Sporthalle, aber ein Gymnastikraum

Weiter warten muss die Gemeinde auf die lang ersehnte Sporthalle im Ort. Doch mit dem Neubau des Feuerwehrgerätehauses ist die Möglichkeit einer kleinen Abhilfe gegeben. „Wir wollen das alte Gerätehaus in eine kleine Turnhalle umfunktionieren“, sagt Keil. Der Gemeinderat beschloss erst kürzlich, einen Planer mit dem Projekt zu beauftragen. Keil hofft, auch dieses Projekt bald umsetzen zu können.

Mehr Raum für Kinder

Um- oder angebaut werden soll auch an die Kita Fliegenpilz. „Da werden dringend eine neue Küche und eine Ausgabe benötigt“, weiß Keil. Derzeit werden die rund 25 Kinder aus der Teeküche für die Angestellten bewirtet, das sei zu klein und könne auf Dauer keine Lösung sein. „Unser Antrag ist bei der Samtgemeinde gescheitert, daher müssen wir nun selbst ran“, erklärt Keil.

Kampf gegen den EPS

Viel selbst übernehmen muss die Gemeinde eventuell auch im Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner. „Das Land will die Finanzierung dafür nicht übernehmen“, bedauert Keil. Das sei ein herber Rückschlag, denn man hatte sehr auf die Unterstützung gesetzt. „Der Arbeitskreis hat sich oft zusammengesetzt und über das Vorgehen gesprochen“, berichtet sie. Das Besprühen der Bäume koste voraussichtlich 20 000 Euro. „Und damit ist es noch nicht getan“, weiß Keil. „Es muss nachbehandelt und abgesaugt werden.“ Man werde weiterhin versuchen, eine Lösung zu finden. Am 28. Januar findet dazu um 18 Uhr eine Info-Veranstaltung im Bürgerzentrum Unter den Eichen statt. Einzelheiten folgen noch.

Die Finanzierung

„Wir haben viele Wünsche, aber wir werden erst noch sehen, was geht“, sagt Keil. Der Haushalt stehe noch nicht. Die gekauften Baugrundstücke seien teuer gewesen, „wenn das Land uns hängen lässt“, müssten Abstriche gemacht werden. Viel Hoffnung hängt an dem Förderprojekt „Dorfregion“. Nach der Absage im vergangenen Jahr hat man sich erneut um Mittel beworben. Sollte man dieses Mal weiterkommen, so „können wir viel mehr machen, das wäre toll“, schwärmt Keil. Es bleibt also abzusehen, was 2019 bringt.

Von Dennis Tesch

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