Vorschlag von Jens Straßmann bringt VW 1,7 Millionen Euro Einsparung pro Jahr

Hoitlinger mit bester Idee

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Neuartiger Kühlmittelzusatz für alle Konzernmarken: Ideengeber Jens Straßmann mit Anja Nowak vom Ideenmanagement.

Wolfsburg. Die findige Idee eines Hoitlingers bringt Volkswagen eine jährliche Einsparung von mehr als 1,7 Millionen Euro.

Ein Verbesserungsvorschlag von Jens Straßmann, Technischer Sachbearbeiter in der Volkswagen Qualitätssicherung, ist vom Wolfsburger Ideenmanagement als „Idee des Monats“ ausgewählt worden.

Der 38-jährige Meister für Kunststofftechnik im Konzernlabor brachte die Idee ein, einen neuartigen Kühlmittelzusatz bei Neufahrzeugen aller Konzernmarken einzusetzen. VW spart damit jährlich mehr als 1,7 Millionen Euro ein. Das neue Kühlmittel, ursprünglich für die Oberklasse entwickelt, erfülle höchste Leistungsanforderungen, heißt es in einer Presseerklärung des Konzerns. Darüber hinaus erweise es sich als kostengünstiger und noch umweltfreundlicher als bisherige Kühlmittel.

Straßmann, Fachverantwortlicher für Kühlmittelzusätze, Brems- und Scheibenreinigungsflüssigkeiten, kam so auf die Idee, diese neue Kühlmittelgeneration im ganzen Konzern einzuführen. Der Verbesserungsvorschlag des Hoitlingers bringt auch ökologische Vorteile. Schon bei der Produktion des Kühlmittels werden pro Jahr etwa zwei Millionen Liter Erdöl weniger benötigt und rund 30 000 Tonnen CO2-Emissionen vermieden, erklärt der Konzern.

Die Mitarbeiter von VW brachten von Januar bis Oktober dieses Jahres 47 958 Verbesserungsideen ein, drei Prozent mehr als im gleichen Zeitraum 2010. Die Anzahl der umgesetzten Vorschläge stieg in den ersten zehn Monaten auf 20 685. Das bedeutet einen Zuwachs von fünf Prozent. Daraus folgten Einsparungen von knapp 83 Millionen Euro, ein Plus von 3,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Das Unternehmen zahlte in den ersten zehn Monaten an die Ideengeber Prämien in Höhe von 15,6 Millionen Euro aus, zehn Prozent mehr als 2010.

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