Dr. Florian Westphal hat als Museumsleiter der Burg Brome „verrückte Ideen“

An historischem Ort übernachten

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Dr. Florian Westphal hat als Museumsleiter der Burg Brome einige Visionen: Ob „Sleeperos“ oder die weitere Vernetzung mit touristischen Partnern – den Museumsbesuchern stehen viele Highlights bevor.

Brome – Das Museum Burg Brome ist ein wichtiger Bestandteil des kulturellen Lebens in der Samtgemeinde Brome. Seit vergangenem November ist Dr. Florian Westphal Museumsleiter. Mit Beginn der neuen Veranstaltungssaison blickt er auf Veränderungen, Ziele und Pläne.

„Diese Region ist lebendig – und das wollen wir noch weiter nutzen“, erklärt der Bromer Museumsleiter. Seit vergangenen Sommer hat Westphal die Fachbereichsleitung der Museen in Gifhorn übernommen – darunter auch das Bromer Museum „Mit der Burg Brome haben wir eine wunderbare Einrichtung mit einem tollen Team, was wir aber noch weiter vernetzen wollen.“

Westphal denkt dabei an touristische Möglichkeiten. Mit dem Biosphärenreservat Drömling befinde sich in erreichbarer Nähe ein starker potenzieller Partner. „Ich denke da an Fahrradtouren für E-Bikes, die auch Besucher aus der Ferne anlocken.“ Westphal hat viele Visionen, manche seien auch ein bisschen „crazy“, wie der Archäologe selbst einräumt.

So soll es für die Museumsgäste ab April die Möglichkeit geben, auf der Burg zu übernachten. „Ich glaube, dass es total abgefahren sein wird.“ Westphal will ein sogenanntes „Sleepero“ im Burggarten aufstellen. „Es ist eine absolute Erlebnisübernachtung in einem ‘Cube´, mitten in einem historischen Ort.“ Dieser Panoramawürfel soll Platz für drei Personen bieten, und die Besucher können mit einem eigenen Schlüssel den Burgturm erklimmen. „Die untergehende Sonne vom Turm zu beobachten, als einziger Gast in einem Museum – ich freue mich jetzt schon drauf.“

Westphal ist als Fachbereichsleiter für vier Museen im Landkreis zuständig. „Es ist ein Spagat, aber durch das gute Team funktioniert das super. Ich möchte die Museen verbinden, nicht trennen.“

Das soll sich in gemeinsamen Veranstaltungskalendern und einer Facebook-Seite widerspiegeln. Ab März wird die Bromer Burg durch eine neue Kollegin im Marketing-Bereich unterstützt. „Online haben wir noch ganz viel Potenzial.“

VON HILKE BENTES

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