Flecken Brome will sanieren / Anwohner der Hauptstraße sollen ihr Interesse bekunden

Hilfe für den Schandfleck

+
Das Unkraut wuchert überall.

Brome. Die Bromer Hauptstraße ist ein Schandfleck – das Grün wuchert wo es nur kann, viele Häuserfassaden weisen Risse auf, der Putz bröckelt oder sie drohen in naher Zukunft einfach einzubrechen.

In erster Linie verantwortlich für die Mängel an der Bausubstanz sind die Eigentümer selbst. Einziger Lichtblick ist nach Meinung des Bromer Bauausschusses das Gebäude, in der sich die Drömlings-Apotheke befindet. Das ist auch aufwendig saniert worden – die ehemalige Wirtschaft „Goldener Löwe“ hingegen sei ein wirtschaftlicher Totalschaden.

Altbürgermeister Adolf Bannier sieht eine Möglichkeit, die städtebaulichen Missstände über finanzielle Sanierungsmöglichkeiten zu beheben – und dafür sogar Fördermittel zu erhalten. Nun hat sich der Bromer Bauausschuss mit dieser Thematik auseinander gesetzt. „Schreibt die Verwaltung denn die Bürger an?“, wollte Astrid Leibach (Grüne) wissen. Wie Verwaltungsmitarbeiter Harald Paul erläuterte, werde die Gemeinde eine Bestandsaufnahme vornehmen und mit den Bürgern sprechen.

„Die Problematik wurde vor Jahren immer wieder besprochen. Es gibt so manche Fassade die droht, nach vorne zu kippen. Das stellt eine Gefahr für die Bürger dar. Man müsste den Landkreis darauf hinweisen, dass es eine Gefahrensituation gibt und es etwas passieren muss“, meinte der Bromer Bürger Andreas Nieswandt. Dem entgegnete Paul, dass die Gefahrensituation regelmäßig überprüft werde.

Mit dem Vorgehen der Gemeinde zeigte sich Leibach nicht ganz einverstanden: „Man sollte erstmal Fördertöpfe auftun und dann die Anwohner fragen, wer Interesse an einer Sanierung hat. So können auch die Kosten besser abgeschätzt werden.“ Dem wiedersprach Bromes Bürgermeister Gerhard Borchert: „Bevor ich losziehe, um Fördermittel einzuholen, möchte ich wissen, wer Interesse daran hat, zu sanieren. Man kann den Bürgern nichts aufdiktieren. Daher sollte man erstmal nachfragen, wer Interesse an einer Dämmung oder Fassadensanierung hat.“ „Es gibt Vorgaben, um Fördermittel zu erhalten. Man muss einen Plan haben, was investiert werden soll. Dafür muss ein Gutachten erstellt werden“, machte Harald Paul deutlich.

Nun will die Gemeinde erstmal eine Bedarfsermittlung vornehmen und dann die nächsten Schritte einleiten. Denkbar wäre zum Beispiel ein Treffen mit den betroffenen Anwohnern.

Von Carola Hussak

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare