Trauungen seit dem 15. Mai im Gewölbekeller der Burg Brome möglich / Anmeldungen bis September

Heiraten in ungewöhnlichem Ambiente

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Seit dem 15. Mai kann im Gewölbekeller der Burg Brome geheiratet werden. Termine liegen bis September vor.

Brome. „Ja, ich will!“ – heiraten an sich ist schon ein besonderer Moment. Wird dieser aber auch noch in einer besonderen Umgebung zelebriert, dann bleibt dieser Tag erst recht in guter Erinnerung.

Einen solchen Moment können Paare nun im Kellergewölbe der Burg Brome erleben. Am 15. Mai fand dort die erste standesamtliche Trauung statt.

„Das Datum hat sich einfach für den Auftakt angeboten“, freut sich Museumsleiter Dr. Andreas Wallbrecht über das neue Angebot. Bis September würden Anmeldungen vorliegen. Besonders an den Wochenenden würden Leute die Burg besuchen, sich genauer informieren und sich das Ambiente ansehen.

Das Ambiente ist laut Wallbrecht im Gewölbekeller der Burg etwas Besonderes, wobei der Schmuck individuell auf den Geschmack und Wunsch eines Paares angepasst wird. „Wir erfüllen Standards, aber warum nicht mal etwas ganz anderes – zum Beispiel das Licht farblich an das Kleid der Braut anpassen“, überlegt Wallbrecht. Und so eine Burg eignet sich hervorragend als Fotomotiv. „Wir hatten auch schon Anfragen, ob Fotos in der Ausstellung gemacht werden können. Da gibt es einige Stellen, wo man das Brautpaar super in Szene setzen kann“, weiß Wallbrecht. Besonders in der Schmiede würden die Kontraste besonders gut hervorgehoben – das weiße Kleid und die schmuddeligen alten Geräte.

Erste Anlaufstelle ist das jeweilige Standesamt. Dann gilt es nachzufragen, ob auf der Burg der Wunschtermin frei ist. Und dann kann der Ablauf besprochen werden – Sektempfang, Stehtische, Kanapees oder Kuchen. „Es kann auch jeder selbst den Sektempfang planen, da sind wir ganz flexibel“, betont Wallbrecht.

„Ein komplettes Essen können wir selbst nicht anbieten. Fingerfood, Hochzeitssuppe, Kaffee und Kuchen ja, würde gehen. Um ein ganzes Menü anzubieten, fehlen uns die Räumlichkeiten“, weiß Wallbrecht. Bei 20 Personen könnte über einen Caterer nachdenken. „Man muss einfach mit den Museumsmitarbeitern reden und schauen, was machbar ist und was nicht. Hauptsache“, so Wallbrecht, „die Leute fühlen sich wohl“.

Im Gewölbekeller kann das ganze Jahr über geheiratet werden. Für behagliche Wärme sorgt eine Fußbodenheizung. Wenn das Museum auch versucht, soviel wie möglich umzusetzen, gilt doch die eine oder andere Einschränkung: Das Werfen von Reis, Blüten und Konfetti ist verboten. Da würde den Mitarbeitern beim Aufräumen ein Strich durch die Rechnung gemacht werden. „Wir bekommen den Hof mit der originalen Pflasterung gar nicht gefegt. Irgendwann hätten wir keine Erde mehr zwischen den Steinen“, schmunzelt der Museumschef. Für den Blumenschmuck im Gewölbekeller sorgen die Damen vom Museum – keine überkandidelten Sachen, eher natürliche Blumen, der Jahreszeit angepasst aus dem Garten.

Natürlich erhofft sich Museumsleiter Wallbrecht Werbung für die Bromer Burg. Wer zu einer Trauung kommt, bei dem könnte auch auch gleichzeitig das Interesse für das Museum geweckt werden. Ohne die Trauung, ist Wallbrecht überzeugt, hätte manch einer die Burg vielleicht nie gesehen. So könnte sie in Erinnerung bleiben, ein schöner Nebeneffekt.

Von Carola Hussak

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